Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Bei Partnersuche ab 35 zählt Verbindlichkeit

Höxter. Fester Job, schöne Wohnung, aber keine Beziehung? Gerade ab Mitte 30 kann die Suche nach einem passenden Partner zu einer zähen Angelegenheit werden. Muss sie aber nicht – wenn man gelassen bleibt.

/
urn-newsml-dpa-com-20090101-180427-99-78916
Andrea Micus ist Journalistin und Buchautorin. Foto: Hans-Georg Schruhl

urn-newsml-dpa-com-20090101-180427-99-78914
Mit ihrem Buch „Hilfe, ich finde keinen Mann“ gibt Andrea Micus Anregungen für die Partnersuche. Foto: Humboldt Verlag

Im Freundeskreis gibt es drei Schwangerschaften, der Arbeitskollege plant mit seiner Verlobten ein Haus und man selbst ist mit Mitte 30 Single und auf Partnersuche. Ein Schreckensszenario?

Auf keinen Fall, findet Journalistin und Buchautorin Andrea Micus aus Höxter: „Auf Partnersuche zu sein, kann auch Freude machen. Man lernt interessante Menschen kennen – und kann auch als Single schöne Dinge unternehmen.“

Die Partnersuche ab 35 birgt einige Besonderheiten. Denn in diesem Alter lernt man im Alltag normalerweise weniger Leute kennen als etwa mit Anfang 20. Dazu kommt, dass die Partnersuche in diesem Alter von Verbindlichkeit geprägt ist: „In der Regel sucht man in dieser Lebensphase nach einer langfristigen Beziehung, auch das Thema Familie wird konkret“, erklärt der Paarberater Eric Hegmann aus Hamburg.

Viele Männer und Frauen ab Mitte 30 haben sich bereits Bett, Klingelschild und Nebenkostenabrechnung mit einem Partner geteilt. Diese Erfahrungen seien wichtig, erklärt Martin Göhler, Partnerschaftsexperte und Coach in Heidelberg: „Die Phase des Ausprobierens ist vorbei, man weiß, was man will. Deshalb läuft die Partnersuche gezielter ab.“

Ein Blick in die eigene Beziehungshistorie zeigt aber nicht nur, was man möchte, sondern auch, wo Fallstricke liegen können. Sinnvoll ist daher, sich anzugucken, woran frühere Partnerschaften gescheitert sind.

Doch wo findet man ihn, den neuen Partner? Die Möglichkeiten sind vielfältig: im Freundeskreis, im Internet, beim Ausgehen, im Sportverein oder ganz banal an der Käsetheke im Supermarkt. Andrea Micus rät Singles, die Partnersuche mit einem Plan zu beginnen, sich also zunächst zu überlegen, was für einen Menschen sie suchen – und wo sie ihn finden könnten. Auch der Arbeitsplatz sei als Partnerbörse nicht zu unterschätzen, so Hegmann. Für Alleinerziehende können Online-Partnervermittlungen der richtige Weg sein, um jemanden kennenzulernen. Denn ein Kind und häufiges Ausgehen in einem Terminplaner unterzubekommen, ist ein Aufwand, den vor allem Berufstätige nicht ständig betreiben können.

Apropos Kind: Was, wenn ein Mann oder eine Frau sich mit einem akuten Kinderwunsch auf Partnersuche begibt? Hier gibt es unterschiedliche Strategien: Göhler rät davon ab, das Thema beim ersten Date auf den Tisch zu bringen: „Das könnte den potenziellen Partner überrumpeln und den Eindruck erwecken, man wolle nur eine Beziehung, um den Kinderwunsch zu verwirklichen.“ Hegmann hingegen rät dazu, das Thema nicht zu verbergen. Ein klar ausgesprochener Kinderwunsch kann ein Filter sein, der Kandidaten aussortiert, die sich ein Leben zwischen Wickeltisch und Wiege nicht vorstellen können. Gibt es bereits ein Kind, ist Offenheit höchstes Gebot: „Denn wer eine Mutter oder einen Vater kennenlernt, bekommt in der Regel das ganze Paket, inklusive Kind“, so Göhler.

Service:

Andrea Micus: Hilfe, ich finde keinen Mann: Partnersuche für Ungeduldige, Schlütersche, Euro 19,99, ISBN-13: 9783869105178

/
urn-newsml-dpa-com-20090101-180427-99-78916
Andrea Micus ist Journalistin und Buchautorin. Foto: Hans-Georg Schruhl

urn-newsml-dpa-com-20090101-180427-99-78914
Mit ihrem Buch „Hilfe, ich finde keinen Mann“ gibt Andrea Micus Anregungen für die Partnersuche. Foto: Humboldt Verlag

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bonn. Sind Menschen an Demenz erkrankt, schwindet oft ihr Geruchssinn. Weil sie damit auch die Fähigkeit zu schmecken verlieren, sollten die Mahlzeiten besonders appetitlich aussehen. Auch eine ruhige Atmosphäre beim Essen hilft.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Wenn Kinder dauerhaft verschwinden

Hamburg. Das Verschwinden des eigenen Kindes ist der Alptraum aller Eltern. Tausende Jungen und Mädchen werden jährlich in Deutschland als vermisst registriert. Die Meisten tauchen wohlbehalten wieder auf. Doch für manche Eltern gibt es keine positive Nachricht.mehr...

Köln. Normalerweise sind Großeltern mit ihren Enkelkindern nur für ein paar Stunden zusammen. Anders ist es bei einem gemeinsamen Urlaub. Hier erfordert die gemeinsame Zeit etwas Planung. Allerdings sollten Großeltern die Tage auch nicht zu sehr füllen.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Make-up-Kniffe für Best Ager

Schmitten. Wer sein Leben lang Make-up getragen hat, möchte das häufig auch im Alter tun. Reifere Haut hat jedoch spezielle Bedürfnisse. Und erste Falten wollen kaschiert werden. Experten verraten, mit welchen Tricks und Kniffen sich Frauen ab 60 optimal schminken.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Wie Trotzanfälle nicht eskalieren

Fürth. Im Kleinkindalter beginnt bei Kindern die Trotzphase. So kann es jederzeit passieren, dass die Kleinen ohne ersichtlichen Anlass einen Wutanfall bekommen. Am besten reagieren Eltern, indem sie das Kind aus der Situation herausholen.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Entspannt reisen mit Kindern

Hamburg. Eins hat schlechte Laune, eins bockt, das dritte schläft nicht: Urlaub mit Kindern kann für Eltern zur Zerreißprobe werden. Muss er aber nicht. Neun Tipps für eine gelungene Familien-Auszeit.mehr...