Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Bei schlechtem Hotelessen können Urlauber den Preis mindern

Potsdam. Wenig Auswahl, labbriger Salat und kalte Speisen - das Essen in Hotels kann ein Reinfall sein. Urlauber müssen sich das nicht gefallen lassen. Bei gravierenden Mängeln kann der Reisepreis um bis zu zehn Prozent gedrückt werden.

Bei schlechtem Hotelessen können Urlauber den Preis mindern

Was die Auswahl am Buffet bieten muss, hängt maßgeblich von der Kategorie des Hotels ab. Foto: Andrea Warnecke

Kalt gewordene Speisen, kaum Auswahl, Buffet statt des versprochenen Drei-Gänge-Menüs: Schlechtes Essen im Hotel müssen Pauschalurlauber nicht hinnehmen. Sie können eventuell den Reisepreis mindern.

Dafür müssen sie die wahrgenommenen Mängel aber ganz genau beschreiben, erklärt die Reiserechtsexpertin Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Sie müssen exakt aufschreiben, um welche Mahlzeit es sich gehandelt hat, an welchem Tag und was genau mangelhaft war“, sagt die Juristin. Beispiele: Die Steaks waren nicht wie gewünscht durchgegart, das Essen war nicht mehr warm, das Buffet im Fünf-Sterne-Hotel nicht abwechslungsreich.

Wenn erhebliche Abweichungen von der vertraglichen Vereinbarung vorliegen, lässt sich der Reisepreis um fünf Prozent mindern, wie Fischer-Volk einschätzt. Bei gravierenden Mängeln seien zehn Prozent möglich. Ein drastischer Fall sei beispielsweise, wenn Urlauber aus gesundheitlichen Gründen Schonkost gebucht haben und diese fehlt. Oder auch, wenn Speisen ungenießbar oder verdorben sind.

Wichtig ist: Mängel müssen vor Ort bei der Reiseleitung angezeigt werden, damit sie die Möglichkeit hat, Verbesserungen herbeizuführen. Haben Reisende vor Ort keinen Ansprechpartner, dann sollten sie ihrem Veranstalter eine E-Mail schreiben. „Wenn danach nichts passiert, kann man im Anschluss den Reisepreis mindern“, erklärt Fischer-Volk.

Wer direkt beim Hotel oder über ein Vermittlungsportal im Internet das Zimmer gebucht hat, muss sich mit seiner Beschwerde direkt an das Hotel wenden - und sich auch mit dessen Betreiber auseinandersetzen, wenn man den Beherbergungspreis verringern möchte.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Frankfurt/Main. Rail-and-Fly-Reisende sollten bei der Anreise einen Zeitpuffer einplanen. Denn wer den Flieger verpasst, trägt die Kosten für ein Ersatzticket sonst selbst. Dass auch eine Zeitzugabe von zweieinhalb Stunden manchmal nicht aussreicht, zeigt ein Urteil aus Frankfurt.mehr...

München. Reisende kommen im Hotel an und stellen Mängel fest. Infolgedessen entscheiden sich die Urlauber, in ein Ersatzhotel umzusiedeln. Doch übernimmt der Veranstalter die Kosten für das Ersatzhotel unter allen Umständen?mehr...

Karlsruhe. Ein vergessenes Visum bei einer Reise nach Indien hat einen Fluggast aus Hannover und die Deutsche Lufthansa vor den Bundesgerichtshof gebracht. Dieser sollte nun klären, wer das von den indischen Behörden verhängte Bußgeld bezahlen muss.mehr...

Frankfurt/Main. Mit dem Rollstuhl eine Flugreise anzutreten, ist meist mit Aufwand verbunden. So kann es vorkommen, dass Passagiere im Rollstuhl auf den höheren Komfort der Premium Class angewiesen sind. Daher dürfen Airlines eine solche Buchung nicht ohne Weiteres ändern.mehr...

Stuttgart. Die Reisenden stehen voller Vorfreude am Flughafen. Doch dann versagt dort die Technik. Der Check-in ist nicht möglich. Haben Urlauber dann einen Anspruch auf Entschädigung?mehr...

Laufen. Wer eine Ferienwohnung mietet muss sich vorher erkundigen, ob ein Haustier mitgebracht werden darf oder nicht. Einen Anspruch auf Schadenersatz haben die Kunden nicht, wenn sie die Wohnung aufgrund ihres Vierbeiners nicht nutzen können.mehr...