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Berliner Basketball-Talent Wagner vor Uni-Showdown

San Antonio. Das Finalturnier der US-Collegemeisterschaft im Basketball stellt selbst die Superstars aus der NBA in den Schatten. Vor rund 70 000 Zuschauern erfüllt sich Moritz Wagner seinen Kindheitstraum. Für den Berliner könnte der Weg anschließend auch in die NBA führen.

Berliner Basketball-Talent Wagner vor Uni-Showdown

Greift mit den Michigan Wolverines nach der US-Collegemeisterschaft: Der Berliner Moritz Wagner. Foto: Jae Hong

Ehrfürchtig betrat Moritz Wagner beim ersten Training den riesigen Alamodome. Vor der beeindruckenden Kulisse von rund 70 000 Zuschauern wird sich das Berliner Basketball-Toptalent seinen Kindheitstraum vom Showdown in der US-Collegemeisterschaft erfüllen.

Das Final Four des so genannten March Madness (März-Wahnsinns) stellt selbst die Superstars der NBA in den Schatten. „Das ist unglaublich“, schwärmte der 20 Jahre alte Wagner in San Antonio. „Ich wollte immer in einem Football-Stadion wie diesem spielen, auf der ganz großen Bühne - und jetzt sind wir hier.“

Mit seinen Michigan Wolverines trifft der frühere Spieler von ALBA Berlin am Samstag (Ortszeit) im Halbfinale auf die Ramblers von der Loyola University Chicago, die als Außenseiter gelten. Seine Eltern Beate und Axel flogen extra aus Deutschland für den großen Auftritt ihres Sohns ein. „Du musst es aufsaugen, weil du wahrscheinlich nie wieder die Chance haben wirst, vor 70 000 Menschen zu spielen“, sagte Wagner. „Deshalb musst du es einfach genießen.“

Im Collegeturnier der besten 68 Teams stehen die Studenten im Fokus des amerikanischen Sports. „Hätte ich meinen Traum, als ich klein war, aufgeschrieben, dann wäre es genau das“, erinnerte Wagner. „Aber wir sind hier noch nicht fertig.“

Der Power Forward ist dabei keinesfalls Mitläufer in seinem Team, sondern in seinem dritten Unijahr endgültig wichtige Führungsfigur. Mit durchschnittlich 14,3 Punkten und 6,9 Rebounds pro Spiel verhalf er den Wolverines zu 24 Siegen in der regulären Saison.

„Moe ist definitiv unserer emotionaler Leader“, sagte Duncan Robinson über seinen Teamkollegen. „Wenn er gut spielt und uns anfeuert, hebt er unser Spiel auf ein ganz anderes Level.“ Und auf dem Parkett ist Wagner um keinen Spruch verlegen, gibt auch schon mal Kommentare in Richtung des Gegenspielers ab. Auch deshalb konzentrieren sich rivalisierende Fans gerne auf den 2,11 Meter großen Deutschen. „Sie sehen ihn als Bösewicht“, sagt Robinson schmunzelnd. „Und er liebt diese Rolle.“

Die Besonderheit des March Madness liegt für Wagner auch darin, dass es für Favoriten ganz schnell vorbei sein kann. Einige der am höchsten gehandelten Titelkandidaten mussten sich früh aus dem Turnier verabschieden. Trotz dieser Unberechenbarkeit - das Ziel für Michigan lautet spätestens seit dem Halbfinal-Einzug: Titelgewinn.

„Wir sind nicht im Turnier, um zu verlieren“, sagte Wagner der Deutschen Presse-Agentur. „Ich wäre gern mal beim Top Four dabei und würde das Ding natürlich auch super gerne gewinnen.“ Als bislang letzter Deutscher stand der heutige ALBA-Berlin-Profi Niels Giffey vor vier Jahren mit Connecticut beim Triumph in der Uni-Meisterschaft auf dem Parkett. Auch Bundestrainer Henrik Rödl holte in seiner aktiven Karriere 1993 mit North Carolina die Meisterschaft.

Nach dem Finalturnier könnte Wagner noch ein viertes Unijahr absolvieren - gilt aber auch als Kandidat für die NBA. „Ich fühle mich hier sehr wohl, und es wäre unfair dem Team gegenüber, wenn ich mich mit meinen Zukunftsplänen beschäftigen würde“, sagte Wagner vor dem Turnier. Mit starken Leistungen hat er aber das Interesse an ihm weiter angeheizt.

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