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Biathletin Preuß nach Comeback überglücklich

Östersund. Franziska Preuß hat mit 23 Jahren schon viel durchgemacht. Die letzte Saison war eine zum Vergessen, doch nun greift sie wieder an. Gute Nachrichten gibt es auch für Ex-Langläuferin Denise Herrmann. Weltmeisterin Laura Dahlmeier will in Hochfilzen wieder dabei sein.

Biathletin Preuß nach Comeback überglücklich

Franziska Preuß zeigte in der Mixed-Staffel eine gute Leistung. Foto: Sven Hoppe

Die siebenmalige Biathlon-Weltmeisterin Laura Dahlmeier wird wohl beim zweiten Weltcup in der kommenden Wochen in Hochfilzen in die Saison einsteigen.

Die Weltcup-Gesamtsiegerin muss wegen einer Erkältung den Auftakt in den Olympia-Winter in Östersund auslassen. „Leider ist Laura nach wie vor noch nicht ganz fit. Deshalb wird sie diese Woche noch zu Hause bleiben. Wir gehen aber davon aus, dass sie dann in Hochfilzen das erste Mal in diesem Winter an den Start gehen kann“, sagte Bundestrainer Gerald Hönig am Montag.

Nicht nur Hönig freute sich über den gelungenen Saisoneinstand am Sonntag mit Platz zwei in der Single-Mixed-Staffel und Rang drei in der Mixed-Staffel. Vor allem eine war im deutschen Lager froh: Franziska Preuß. Denn in ihrem ersten Rennen seit dem 15. Januar zeigte die 23-Jährige in der Mixed-Staffel eine gute Leistung. „Es hat total Spaß gemacht und ich bin echt froh, dass ich wieder da bin“, sagte die 23-Jährige in der ARD.

Und auch die ehemalige Langläuferin Denise Herrmann ist wieder im Weltcup. Am Montag vergab Bundestrainer Hönig die letzten beiden Weltcup-Tickets an die 28-Jährige und Karolin Horchler. Herrmann empfahl sich durch ihren Sprintsieg im zweitklassigen IBU-Cup für das A-Aufgebot, es ist ihr zweiter Biathlon-Winter. Weil Dahlmeier in Östersund fehlt, waren im ersten Weltcup zwei Plätze frei. Damit gehen die Deutschen mit den Staffel-Weltmeisterinnen Franziska Hildebrand, Vanessa Hinz und Maren Hammerschmidt sowie Herrmann und Horchler in die ab Mittwoch startenden Einzelrennen.

Bei den Herren nominierte Bundestrainer Mark Kirchner Johannes Kühn sowie Philipp Nawrath und komplettierte damit seinen Sechser-Kader, bei dem die Top-Leute Simon Schempp, Benedikt Doll, Erik Lesser und Arnd Peiffer fest gesetzt sind.

Nervös waren beim Saisonstart alle Deutschen, aber Preuß bei ihrem Comeback auf großer Bühne nach langer Leidenszeit besonders. So nervös, dass sogar ihr Glücksritual missglückte. Eigentlich lackiert die Bayerin den Abzugsfinger ihrer rechten Hand immer mit ihrem glitzernden Glücksnagellack. „Ich war aber so nervös, dass ich den Finger an der falschen Hand lackiert habe“, sagte Preuß. Die Lösung des Problems? „Ich habe ihn dann wieder abgemacht, nicht dass es noch Unglück bringt“, sagte Preuß und lachte gelöst.

Endlich wieder. Denn in den Monaten, in denen nichts mehr ging, kamen Preuß auch Gedanken ans Aufgeben. „Da überlegt man natürlich, lieber was zu machen, was vielleicht nicht so viel Spaß macht, aber wo es einem nie wieder so schlecht geht“, bekannte Preuß. Doch im Olympia-Winter will sie nun wieder angreifen, schaut dabei aber nicht auf die Ergebnisse, sondern nur auf sich. „Dass ich gesund bleibe, wenn mir das gelingt, bin ich einfach nur froh“, sagte sie. Preuß hatte in der Vorsaison vier Weltcups und die WM verpasst. Erst eine Operation an den Nasennebenhöhlen hatte den Infektionsherd entfernen können.

Ihr Freund, Massenstart-Weltmeister Schempp, absolviert am Donnerstag im Einzel sein erstes Rennen. Er hatte in Absprache mit den Trainern auf einen Staffeleinsatz verzichtet und sich noch geschont. „Ich bin voll motiviert. Es wäre schön, wenn mir gleich ein guter Einstand gelingt und ich dann mit konstant guten Ergebnissen durch die ersten Weltcupwochen komme“, sagte der Uhinger.

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