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Blatter und Platini zu Gesprächen über «6+5»-Regel

Brüssel (dpa) Der Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, hat den Plänen der sogenannten «6+5»-Regel von FIFA-Präsident Joseph Blatter eine Absage erteilt.

Blatter und Platini zu Gesprächen über «6+5»-Regel

Michel Platini (l) unterhält sich mit Sepp Blatter.

Das berichtete UEFA-Chef Michel Platini in Basel - einen Tag nach einem Treffen der beiden Fußball-Funktionäre mit dem Politiker in Brüssel. «Er hat uns gesagt, dass die «6+5»-Regel nicht angewendet werden darf», sagte Platini bei der Pressekonferenz am Tag vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft.

Die beiden Präsidenten der internationalen Fußballverbände hatten sich für ein 45-Minuten-Gespräch mit Pöttering getroffen, um ihre Sicht der Dinge darzulegen. Man habe vereinbart, den Dialog fortzusetzen, teilte der Fußball-Weltverband FIFA mit. «Wir werden die besondere Stellung des Fußballs weiter betonen», sagte Platini.

Der FIFA-Kongress vergangene Woche in Sydney hatte die von Blatter konzipierte Einführung der Regelung zum Schutz nationaler Fußball-Talente mit einer Resolution unterstützt. Demnach sollen von der Saison 2010/11 an in den europäischen Ligen in jedem Team mindestens vier heimische Akteure stehen. Diese Quote soll bis zum Jahr 2012 auf ein Minimum von sechs Spielern steigen. Die Regel widerspricht nach Ansicht vieler Politiker dem geltenden Recht innerhalb der Europäischen Union (EU) auf Freizügigkeit.

Während der Fußball-EM in Österreich und der Schweiz will Platini nicht über eine angeblich mögliche Neuvergabe der EM 2012 reden. «Wir sprechen über 2008 nicht über 2012. Über 2012 reden wir, wenn es soweit ist», sagte Platini in Basel. Das UEFA-Personal wurde von Platini angewiesen, keine Fragen zum Turnier in Polen und der Ukraine in vier Jahren zu beantworten. Weder von ihm noch von dem neben ihm auf dem Podium sitzenden UEFA-Generalsekretär David Taylor würde es Aussagen dazu geben, sagte Platini.

Polens Regierungschef Donald Tusk schloss einen freiwilligen Verzicht nicht aus, nannte allerdings nicht die Organisationsprobleme, sondern den anhaltenden Rassismus in Polens Fußball-Stadion als größtes Problem auf dem Weg zur EM 2012. Die Ausfälle seien «schrecklich demütigend», sagte Tusk der Zeitung «Gazeta Wyborcza». Wenn in den Stadien weiterhin der «Mob» regiere, würde es besser sein, die EM nicht zu organisieren. In Polens Stadien haben sich in der Vergangenheit rassistische Zwischenfälle gemehrt.

Im Vorfeld der EM waren in dieser Woche aus UEFA-Kreisen Äußerungen publik geworden, dass der Kontinentalverband über einen Ersatz-Ausrichter für das Turnier 2012 berät. Infrastrukturprobleme in den osteuropäischen Ländern hatten Platini bereits im Januar veranlasst, den 2012-Gastgebern ein Ultimatum zur Behebung bis zum Juli zu stellen. Als mögliche Ausweichländer gelten Spanien und neuerdings auch Schottland. Eine Entscheidung für oder gegen Polen/Ukraine werde noch in diesem Jahr fallen, war aus UEFA-Kreisen verlautet. Die UEFA wird nach dem EM-Finale mit einer Delegation zur Inspektion in die beiden Länder reisen.

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