Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Böser Wolf, guter Wolf: Das sollten Waldspaziergänger wissen

Berlin. Schon seit der Jahrtausendwende vermehren sich wieder Wölfe in Deutschland. Wer ihnen begegnet, braucht nicht gleich in Panik zu geraten. Etwas Vorsicht ist jedoch geboten.

Böser Wolf, guter Wolf: Das sollten Waldspaziergänger wissen

Normalerweise stellen Wölfe für Menschen keine Gefahr dar. Seit 2008 sind sie in Deutschland tollwutfrei. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild

Gruselige Werwölfe im Mondschein, Rotkäppchen und der böse Wolf - in der Welt der Märchen und Mythen haben Wölfe ein schlechtes Image. Naturschützer dagegen waren entzückt, als im Jahr 2000 die ersten Wölfe dauerhaft zurück nach Deutschland kamen.

Da sich die Tiere vermehren, nehmen auch die Konflikte zwischen Mensch und Wolf zu. Was tun? Die Frage treibt längst nicht mehr nur Schäfer und Jäger um.

Wie viele Wölfe gibt es in Deutschland?

Laut Jagdverband etwa 800 - das ist aber nur eine Schätzung. Sie leben vor allem, aber nicht nur in Niedersachsen und Ostdeutschland. Ein Wolfsrudel besteht übrigens aus einer Familie, also zwei erwachsenen Tieren und ihren Nachkommen.

Und was ist das Problem daran?

Wölfe jagen - und zwar auch Schafe und andere Nutztiere. Sie haben keine Fressfeinde. Wenn sie ausreichend Nahrung finden und nicht gejagt, vertrieben oder zum Beispiel durch Verkehrsunfälle dezimiert werden, dann vermehren sie sich rasch. 2016 wurden über 1000 Nutztiere durch Wölfe getötet oder verletzt.

Sind Wölfe gefährlich für Menschen?

Normalerweise nicht. Laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) sind Berichte über Angriffe aus früheren Jahrhunderten zum größten Teil auf tollwütige Wölfe zurückzuführen, Deutschland ist seit 2008 tollwutfrei. Das Risiko, dass Wölfe lernen, Menschen als Beute zu betrachten, sei „sehr gering“. In Deutschland hat es laut Nabu seit der Rückkehr der Wölfe im Jahr 2000 keine Situation gegeben, in der sich ein Wolf einem Menschen aggressiv genähert hat. Aber die instinktive Vorsicht der Tiere könne sich „deutlich verringern“, wenn sie „gezielt angelockt oder angefüttert“ würden.

Was tun, wenn man einen Wolf trifft?

Begegnen Spaziergänger einem Wolf, heißt es zunächst einmal: keine Panik! Sie sollten das Tier ruhig beobachten und sich langsam zurückziehen, erklärt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Wer sich unwohl fühlt, sollte sich aufrichten und groß machen. Klatschen oder laute Rufe könnten das Tier vertreiben. Fotos sollten Spaziergänger aus der Distanz machen. Das gesichtete Tier melden sie am besten der zuständigen Wolfsberatung oder Behörde. Ansprechpartner sind bei der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf zu finden.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bonn. Leidet das Haustier an einer Niereninsuffizienz, sollte es besonders viel Wasser trinken. Mit mehreren Trinkschalen stellen Halter eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicher. Betroffenen Tieren kann auch eine Nierendiät helfen.mehr...

Stuttgart. Kaninchen müssen viel und oft essen. Das stellt Halter vor große Herausforderungen. Deshalb sollten sie wissen, welches Futter sich für die kleinen Tiere gut eignet.mehr...

Bonn. Endlich saftiges Gras und frische Luft: Kaninchen und Meerschweinchen dürfen jetzt raus in den Garten. Doch bitte nicht von heute auf morgen. Tierhalter sollten ihre Vierbeiner auf die Umsiedlung vorbereiten.mehr...

Kamp-Lintfort. Schächte am Haus sind für Wildtiere eine Gefahrenquellen. Schließlich können sie schnell hineinstürzen. Hausbesitzer sollten die Öffnungen deshalb mit Draht abdecken.mehr...