Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Bombardier-Deal mit Airbus: Vollzug bis Jahresmitte erwartet

Amsterdam. Mit der C-Serie des kanadischen Konkurrenten Bombardier will Airbus seine Produktpalette bei kleineren Passagierjets ergänzen - das Geschäft kommt schneller voran als erwartet. Schwierigkeiten bereiten dagegen weiterhin die Triebwerke des Verkaufsschlagers A320neo.

Bombardier-Deal mit Airbus: Vollzug bis Jahresmitte erwartet

Airbus will mit der C-Serie seine Produktpalette bei kleineren Passagierjets ergänzen. Foto: Ryan Remiorz/The Canadian Press/AP

Der europäische Flugzeugbauer Airbus will die Übernahme von Bombardiers Mittelstrecken-Baureihe C-Serie schneller durchziehen als ursprünglich gedacht. Der Deal dürfte bis Mitte des Jahres vollzogen werden, sagte Konzernchef Tom Enders auf der Hauptversammlung in Amsterdam.

Bei der Bekanntgabe der Pläne im vergangenen Oktober hatte Airbus noch einen Abschluss für die zweite Jahreshälfte 2018 in Aussicht gestellt. Airbus will die knappe Mehrheit an der Baureihe übernehmen, deren teure Entwicklung den kanadischen Bombardier-Konzern in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hatte. Airbus erweitert seine Produktpalette damit auf kleinere Passagierjets, ohne selbst Geld in die Entwicklung neuer Flugzeuge investieren zu müssen.

Die Hauptversammlung des Luft- und Raumfahrtkonzerns berief Ex-Telekom-Chef René Obermann neu in den Verwaltungsrat, wie das Unternehmen mitteilte. Das zwölfköpfige Gremium ist für den grundsätzlichen Kurs des Unternehmens verantwortlich und steuert auch die Suche nach dem Nachfolger von Enders, der in einem Jahr aus dem Amt scheidet. Insgesamt wurden drei Positionen neu besetzt und eine Verwaltungsrätin für drei Jahre im Amt bestätigt.

Bei seinen Mittelstreckenjets A320neo steht Airbus weiter in der Zwickmühle zwischen einer großen Nachfrage und anhaltenden Triebwerksproblemen. Die Schwierigkeiten dürften die Produktion weiterhin hemmen: 2018 werde in diesem Punkt wahrscheinlich noch schwieriger als 2017, sagte Enders. Weil die Triebwerksbauer mit technischen Problemen kämpften, kamen sie schon im vergangenen Jahr mit den Auslieferungen in Verzug. Airbus konnte daher viele Jets erst im Dezember an seine Kunden übergeben.

Zugleich diskutiert der Konzern laut Enders weiter darüber, ob die Produktionsraten für die A320neo-Jets und deren Vorgängerin A320 auf 70 oder noch mehr Maschinen pro Monat angehoben werden könnten. Bislang ist vorgesehen, die Fertigung bis Mitte 2019 auf 60 Maschinen pro Monat zu steigern. Der Chef des französischen Triebwerksherstellers Safran, Philippe Petitcolin, hatte im Februar gesagt, vor 2021 sei eine Rate von 70 Maschinen pro Monat nicht machbar.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Berlin. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat den Autobauer Daimler wegen des Vorwurfs einer illegalen Abgastechnik zum Rückruf von knapp 6300 Fahrzeugen des Typs Vito verpflichtet.mehr...

Frankfurt/Neustadt. Immer mehr Heimwerker kaufen ihr Werkzeug oder Bastelmaterial nicht mehr im Baumarkt, sondern ohne Beratung im Netz. Der Baumarktkonzern muss daher viel Geld in den Internethandel stecken. Denn im klassischen Handel halten sich die Deutschen zurück.mehr...

Wiesbaden. Ein Rekord seit Beginn des Jahrtausends reicht nicht: In Deutschland wurden 2017 erneut mehr Wohnungen gebaut. Doch die Nachfrage kann das nicht stillen. Das Ziel der Bundesregierung gerät außer Reichweite.mehr...

Wiesbaden. Die Unternehmen investieren, der Bau boomt. Dennoch wächst Europas größte Volkswirtschaft nicht mehr so stark wie im vergangenen Jahr. Geht der längsten Aufschwungphase seit 1991 die Puste aus?mehr...