Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Britischer Außenminister umgarnt Trump: „nobelpreiswürdig“

London/Washington. Die Rhetorik aus dem Weißen Haus ließ zuletzt wenig an Deutlichkeit fehlen. Nordkorea werde mit „Feuer und Wut begegnet werden“, der Atomdeal mit Iran hätte nie geschlossen werden dürfen. Trotzdem: Für Großbritanniens Außenminister könnte Donald Trump des Friedensnobelpreises würdig sein.

Britischer Außenminister umgarnt Trump: „nobelpreiswürdig“

Nach Ansicht des britischen Außenministers könnte Donald Trump, hier Ende April bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, unter Umständen des Nobelpreises würdig sein. Foto: Evan Vucci/AP

Der britische Außenminister Boris Johnson hält US-Präsident Donald Trump eines Nobelpreises für würdig, falls die USA in Zukunft zum Atomabkommen mit dem Iran stehen sollten.

„Wenn er Nordkorea in Ordnung bringen kann und auch das Atomabkommen mit dem Iran, dann sehe ich nicht, warum er ein weniger geeigneter Kandidat sein sollte als der Friedensnobelpreisträger Barack Obama, der ihn (den Preis) bekommen hat, bevor er irgendetwas gemacht hat“, sagte Johnson am Montag dem britischen Fernsehsender Sky News.

Obama hatte den Friedensnobelpreis 2009 nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt als US-Präsident bekommen. Die rasche Zuerkennung löste Kontroversen aus. Obama war für die Stärkung der internationalen Diplomatie und der Zusammenarbeit zwischen den Völkern ausgezeichnet worden. Auch sein Einsatz für eine Welt ohne Atomwaffen spielte bei der Zuerkennung des Friedensnobelpreises eine Rolle.

Johnson hält sich zurzeit in den USA auf, um mit Vertretern der US-Regierung über die Konflikte mit dem Iran, Nordkorea und Syrien zu sprechen. Ein Treffen mit Trump ist nicht geplant. In wenigen Tagen läuft eine Frist für den Atomdeal mit dem Iran ab. Von vielen Seiten wird befürchtet, dass die USA aus dem Abkommen aussteigen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Kabul. Nach Monaten blutiger Kämpfe halten Taliban und Regierung sich drei Tage lang an eine Feuerpause. Landesweit gibt es fast surreale Szenen der Verbrüderung. Eine Verlängerung lehnen die Taliban am Sonntag ab. Dennoch: Der kurze Frieden hat sie moralisch in die Enge getrieben.mehr...

Athen. Die linken Regierungschefs in Skopje und Athen sind über ihre Schatten gesprungen. Das Abkommen steht. Dennoch ist der Zwist um den Namen Mazedoniens noch nicht ausgestanden. Auf beiden Seiten wird Widerstand gegen das Abkommen organisiert.mehr...

Hamburg. Seit Wochen ringen Deutschland und Frankreich um die Zukunft der europäischen Währungsunion. Vor dem entscheidenden Treffen von Kanzlerin Merkel und Präsident Macron sendet die französische Seite ein positives Signal - doch noch ist nicht alles geklärt.mehr...

Wien. Die Opec, die OSZE, die UN, Firmen, Botschaften und Behörden - diese Institutionen in Österreich sollen vom Bundesnachrichtendienst abgehört worden sein. In Wien sind der Kanzler und der Präsident irritiert.mehr...

Rom/Valencia. Das Hafenverbot für die „Aquarius“ reicht Italiens rechtem Innenminister nicht. Salvini will auch andere Rettungsschiffe nicht in seinen Häfen sehen. Und für die Retter selber hat er eine klare Botschaft.mehr...