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Brutale Pflasterstein-Attacke auf Obdachlosen

Bochum. Ein halbes Jahr nach der brutalen Pflasterstein-Attacke auf einen Obdachlosen in Bochum sucht die Polizei weiter nach dem Täter. Am Mittwoch veröffentlichten die Ermittler erneut Bilder einer Überwachungskamera, die den mit einer hellen Jacke bekleideten Tatverdächtigen zeigen - allerdings sehr unscharf. Die Polizei bittet vor allem ein Paar um Mithilfe, das dem Verdächtigen den Aufnahmen zufolge unmittelbar vor der Tat am 9. November entgegengekommen war.

Die Attacke hatte Entsetzen ausgelöst: Der etwa 20 bis 30 Jahre alte Täter hatte laut Polizei sein damals 55 Jahre altes Opfer auf einem Parkplatz brutal niedergeschlagen und mit faustgroßen Pflastersteinen beworfen. Die Polizei sprach von einer „Steinigung“. Der Täter versteckte den leblosen Körper anschließend unter Steinen, einer Palette und Splittsäcken und verließ den Tatort - den Angaben zufolge wohl in der Überzeugung, dass der Mann tot sei oder im Sterben liege. Die Ermittler vermuten Hass als Tatmotiv, das Opfer stamme aus dem Trinkermilieu.

Der Mann war gut zwei Stunden nach dem Überfall wieder zu Bewusstsein gekommen, hatte um Hilfe gerufen und war ins Krankenhaus gekommen. Es gehe ihm wieder besser, teilte die Polizei mit. Ermittelt wird wegen versuchten Mordes an dem Obdachlosen - nach Darstellung von Fachleuten kein Einzelfall. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sammelt etwa jedes Jahr Dutzende Berichte über gewalttätige Übergriffe auf Wohnungslose. Ziel seien meist ältere und geschwächte Männer, die auf der Straße leben. Jedes Jahr gebe es Tote.

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