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Castrop-Rauxeler Angeklagter stellt sich quer

Prozess um Serie von Straftaten

Raub, Diebstahl, Beleidigung und Widerstand: Ein 21-jähriger Mann aus Castrop-Rauxel legt sich offenbar seit Monaten immer wieder mit der Polizei an. Seit Dienstag wird ihm vor dem Dortmunder Landgericht der Prozess gemacht. Und auch da stellt er sich quer.

Castrop-Rauxel

, 12.06.2018
Castrop-Rauxeler Angeklagter stellt sich quer

Im Kaufland im Einkaufszentrum Widumer Platz soll der Angeklagte diverse Diebstähle begangen haben. © Tobias Weckenbrock

Auch die Richter können offenbar nicht mit einem Angeklagten rechnen, der bereit zur Zusammenarbeit ist. Nachdem Verteidigerin Ina Klimpke gleich zu Beginn der Verhandlung erklärt hatte, ihr Mandant werde sich natürlich zu den Vorwürfen äußern, ließ der 21-jährige Syrer über einen Dolmetscher mitteilen: „Ich möchte lieber gar nichts sagen.“ Die Anwältin guckte verdutzt. Letztendlich ist Schweigen aber natürlich sein gutes Recht.

Insgesamt sieben Anklagepunkte

Das Gericht verhandelt über insgesamt sieben Anklagepunkte. Anfang Oktober 2017 soll der 21-Jährige auf der Münsterstraße einen Passanten mit einem Messer bedroht und dann aufgefordert haben, ihm das Geld und das Handy zu geben. Als der Passant sich wehrte, entwickelte sich offenbar eine handfeste Auseinandersetzung. „Ich habe gedacht: Wenn das zu Ende ist, steht einer von denen nicht mehr auf“, erinnerte sich ein Augenzeuge am Dienstag vor Gericht.

Ladendiebstähle beim Kaufland-Supermarkt

Darüber hinaus werden dem Angeklagten eine Reihe von Ladendiebstählen beim Kaufland-Supermarkt am Widumer Tor vorgeworfen. Offenbar seine bevorzugte Beute: Schnapsflaschen. „Es war immer dasselbe mit ihm“, erinnerte sich der Ladendetektiv im Zeugenstand. „Manchmal kam er nur eine halbe Stunde nach seinem letzten Rauswurf wieder ins Geschäft, um Rum oder Wodka einzustecken.“

Vorerst droht von dem 21-Jährigen allerdings keine Gefahr mehr. Wenn sich alle Vorwürfe als richtig herausstellen, muss er mit einer längeren Gefängnisstrafe rechnen.

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