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„Das ist unser Traumfinale“

ICKERN Am rechten Fuß hat Ines Carralero schwarz-rot-goldene Fußnägel, am linken Fuß rot-gelb-rote. Die 21-Jährige ist Deutsch-Spanierin, hat beide Pässe und drückt daher auch beiden Mannschaften für das EM-Finale die Daumen.

von von Julia Grunschel

, 27.06.2008
„Das ist unser Traumfinale“

Ines Carralero freut sich auf das Finale ihrer beiden Länder.

„Der Bessere soll gewinnen“, lautet ihre Devise. Gemeinsam mit ihrer deutsch-spanischen Familie, die in Ickern an der Vinckestraße lebt, wünscht sie sich ein faires Spiel. „Mein Vater ist Spanier, meine Mutter ist Deutsche – und ich war schon immer ein Misch“, lacht Ines Carralero, die im Jugendzentrum D-Town in Deininghausen als Honorarkraft arbeitet und in Nijmegen Sozialpädagogik studiert.

Trikotwechsel zwischen den Spielen

Die Misch-Situation lebt aber im Prinzip die gesamte Familie. Schließlich wohnt ihr Vater, der gebürtig aus Asturien kommt, seit seinem sechsten Lebensjahr in Deutschland. „Die EM-Spiele haben wir immer in der jeweiligen Montur geguckt“, erzählt die 21-Jährige. Wenn die Deutschen gespielt haben, trugen alle das deutsche Trikot. Wenn die Spanier gespielt haben, war das Spanische an der Reihe. Bei jeder Partie wurde gezittert und letzten Endes gejubelt.

Bunt gemischte Fanrunde

„Jetzt haben wir unser Traumfinale“, schwärmt Ines Carralero. Sie selbst spricht Spanisch – aber eigentlich nur dann, wenn spanischer Besuch da ist oder sie Verwandte in der Heimat des Vaters besucht. In den Sommerferien ist die nächste Reise dorthin geplant. „Zu einem Onkel nach Valencia“, erzählt sie. Das Finale guckt Familie Carralero wie alle anderen Spiele zusammen auf der Vinckestraße. Allerdings nicht zu Hause, sondern bei einem deutschen Nachbarn. „Wir haben die letzten Abende immer mit Türken, Russen und Deutschen zusammen geguckt. Das wird beim Finale nicht anders gemacht“, so die 21-Jährige.

Der Bessere soll gewinnen

Wer gewinnen soll, hat sie ja schon gesagt: der Bessere. Wem sie die Daumen drückt, weiß Ines Carralero aber selbst nicht so genau. Denn die spanischen Spieler Fernando Torres und David Silva haben es ihr besonders angetan. Allerdings ist Jogis Truppe auch nicht zu verachten. „Wenn sie so spielen wie gegen Portugal, gewinnen sie. Spielen sie so wie gegen die Türkei, dann gewinnen die Spanier. Und zwar verdient“, überlegt die Studentin. Einen Tipp mag sie kaum abgeben. Ob es wohl auf das Elfmeterschießen hinausläuft? „Nein, Deutschland gewinnt knapp 3:2“, entscheidet sie.

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