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Lampen-Recycler zieht nach Rauxel

ESSEN/RAUXEL Jeder Schritt auf dem DELA-Außengelände wird von einem Knirschen begleitet. Überall liegen kleine, feine Glassplitter und verraten, was das Essener Unternehmen, das sich Mitte nächsten Jahres bei Rütgers Chemicals ansiedeln will, macht: Recycling von Lampen.

von Von Julia Grunschel

, 10.06.2008

 "Fünf bis sechs LKW rollen hier jeden Tag an und bringen Alt-Lampen, die bundesweit bei Recyclinghöfen eingesammelt werden", beschreibt Geschäftsführer Christian Bonmann das Tagesgeschäft an der Alten Landstraße 4 in Essen. Die Lampen werden dort geschreddert und vom Leuchtpulver rein gewaschen. Glas und Metall werden getrennt.

Auch Philips ist Partner

"Schließlich werden die Scherben getrocknet und gehen in so genannten Big Packs zu den Herstellern zurück", erzählt der Geschäftsführer. 7000 bis 8000 Tonnen dieser Scherben liefert DELA jährlich an Osram in Augsburg und Philips in Roosendaal (Niederlande). Denn die Hersteller sparen Energie, wenn sie Altglas zur Herstellung neuer Lampen einsetzen.

DELA recycelt aber nicht nur Lampen, sondern auch Abfälle mit Edelmetallen wie zum Beispiel Katalysatoren. "Da dürfen Sie sich aber nicht Katalysatoren aus Autos vorstellen. Gemeint sind Filtermedien, die Schadstoffe binden, die bei der Ergasförderung entstehen", verdeutlicht Christian Bonmann. DELA sorgt dafür, dass die Schadstoffe sprichwörtlich herunter kommen und hochpreisige, edelmetallhaltige Stoffe wie Kupfer, Nickel, Molybdän und Vanadium gewonnen werden. "Deshalb verstehen wir uns auch als Rohstoffrückgewinnungszentrum", lächelt der Geschäftsführer.

Synergieeffekte nutzen

In Essen wird der 10 000 Quadratmeter große Standort nun zu klein. Um sich für die Zukunft aufzustellen, will sich DELA verdreifachen und nach Rauxel ziehen. "Das Rütgers-Gelände hat den Vorteil, dass wir viele Synergieeffekte wie Strom, Wärme oder Erdgas nutzen können", so der Geschäftsführer.

Emissionen wie Lärm oder Staub, betont Christian Bonmann, entstehen bei DELA nicht. "Jeder Prozess wird mit einem Staubsauger abgesaugt", vereinfacht der Geschäftsführer. Zum einen werde Staub aus der Luft gefiltert, zum anderen gehe diese gefilterte Luft durch einen Aktivkohlefilter.

Der Umzug auf das Rütgers-Gelände in der Nähe des Kanals soll Mitte nächsten Jahres erfolgen. Der Spatenstich ist für Dezember oder Januar geplant. 

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