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Landesförderung für Castrop-Rauxeler Theaterprojekt

ICKERN 8000 Euro investiert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in eine kulturelle Bildungspartnerschaft zwischen der Europaschule (ab August: Martin-Luther-King Schule) und dem Agora-Kulturzentrum. Landesweit ist es das einzige Projekt seiner Art, bundesweit eines von 16.

von Von Julia Grunschel

, 18.06.2008

Eingereicht wurden 160 Konzepte, aus denen die Fachjury der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung das interdisziplinär angelegte Theater-Tanz-Percussion/Stomp- und Objekttheaterkonzept "Odysseus kam bis Ithaka" auswählte.

Damit ist es Teil des dreijährigen Modellprojekts "Lebenskunst lernen", das Bildungspartnerschaften von Kultureinrichtungen mit Haupt-, Förder- und Gesamtschulen fördert. "Das Konzept dazu steht auf zwei Beinen", erklärt Künstlerin Erika Römer, "auf der einen Seite gibt es die praktische kulturelle Arbeit mit den Schülern, auf der anderen die wissenschaftliche Ursachenforschung, bei der die Entwicklung der Schüler im Zentrum steht."

Kompetenzentwicklung wird beobachtet

Unter den Aspekten sozialer Integration und kultureller Teilhabe wird die Wirkung auf die Kompetenzentwicklung der teilnehmenden Schüler sowie die Wirkung kultureller Angebote auf das Schulleben untersucht.

"Förderschüler gehören zu den benachteiligten Jugendlichen, die es nicht gewohnt sind, sich zu präsentieren, sondern eher versuchen, sich zu verstecken", verdeutlicht Schulleiter Wolfgang Scholl. Die Theaterarbeit sei ein Mittel, den Übergang zwischen Schule und Beruf zu gestalten, vorhandene Stärken weiter zu stärken und Schwächen abzubauen.

Zwölf Schüler dürfen teilnehmen

Teilnehmen dürfen zwölf Schüler ab der achten Klasse, die pro Woche nachmittags zwei Stunden in der Schule oder in der Agora am Projekt arbeiten. Dort soll auch zum Abschluss eine Vorführung stattfinden.

Oberthema ist die Geschichte um König Odysseus von Ithaka. "Der Stoff bietet für jede Lebenssituation Bilder. Vor allem für abenteuerlustige Jugendliche", meint Projektleiterin Erika Römer. Der Begriff Odyssee treffe im übertragenen Sinn die Situation vieler Förderschüler nach dem Schulabschluss. "Die Wenigsten bekommen sofort eine Ausbildungsstelle oder direkt einen Job. Ans Ziel kommen sie nur über Um- oder auch Irrwege. So durchleben die Schüler ähnliche Odysseen wie Odysseus", übersetzt sie.

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