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Public Viewing in der Agora gerettet

CASTROP-RAUXEL Stell dir vor es ist Halbfinale und es gibt keine öffentliche Übertragung. So sah es am Montag zunächst aus. Aber dann nahte die Rettung für das Public Viewing im Agora-Kulturzentrum.

von Von Christoph Witte und Ilse-Marie Schlehenkamp

, 23.06.2008

Sah es Montag am Vormittag noch ganz schlecht aus um das Public Viewing im Kulturzentrum Agora, hat es FDP-Chef Christoph Grabowski in Abstimmung mit Bürgermeister Johannes Beisenherz hingekriegt, dass der Halbfinal-Knaller Deutschland-Türkei am Mittwochabend doch öffentlich auf der Leinwand gezeigt wird. Nach Bekanntwerden der Befürchtungen der Stadtverwaltung, dass es Mittwoch „hoch hergehen wird“, so Michael Diehl vom Ordnungsamt und der bedauernden Absage der Bürgerstiftung fürs Public Viewing, setzte Grabowski alle Hebel in Bewegung und ließ seine Kontakte spielen.Nur noch zehn Sicherheitskräfte erforderlich Die vom Ordnungsamt zunächst geforderte Zahl von 20 Sicherheitskräften wurde laut Grabowski auf zehn reduziert. Grabowski: „Jeder der Profis bekommt jetzt drei Helfer aus der Bürgerstiftung zur Seite gestellt, damit müsste die Sicherheit gewährleistet sein.“ Der FDP-Mann hätte es als Zeichen in die falsche Richtung empfunden, wenn ausgerechnet in der Agora aus Angst vor nationalem Zwist Fußballgucken abgesagt worden wäre. Bürgermeister Johannes Beisenherz: „Im Sinne der Integration wäre das ein verheerendes Zeichen.“ Am Nachmittag kam dann das Okay aus dem Kultur- und Begegnungszentrum, das zunächst befürchtet hatte, die Anforderungen für den Sicherheitsdienst finanziell nicht stemmen zu können.Höchstens 500 Zuschauer sind erlaubt „Dafür finden wir eine Lösung“, so die einmütige Meinung von Grabowski und Beisenherz. Eine Vorgabe des Ordnungsamtes ist allerdings zu beachten. Mehr als 500 Zuschauer sollen es Mittwochabend nicht werden. Auch wenn die Partie erst um 20.45 Uhr angepfiffen wird, empfiehlt es sich also, frühzeitig zur Zechenstraße zu kommen. Bislang seien die Übertragungen dort ausgesprochen harmonisch verlaufen, sagt Agora-Chef Thorsten Schnelle. Und appelliert natürlich an die Fairness der Fans. Ganz egal, wer am Sonntag im Finale steht: Auch das wird auf jeden Fall öffentlich übertragen

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