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Rat gibt Stadt grünes Licht für den Bau der mobilen Kita am Stadtmittelpunkt

Kindertagesstätten

Der Stadtrat hat entschieden: Die Stadt Castrop-Rauxel kann für etwa 1,5 Millionen Euro Module für eine mobile Kindertagesstätte kaufen und am Rathaus aufstellen. Fragen gab es aber viele.

Castrop-Rauxel

, 09.07.2018
Rat gibt Stadt grünes Licht für den Bau der mobilen Kita am Stadtmittelpunkt

Hier, direkt am Stadtmittelpunkt gelegen, soll die mobile Kita entstehen. © Tobias Weckenbrock

Warum kaufen und nicht mieten? Das war die zentrale Frage, die aus mehreren Fraktionen an die Verwaltung gerichtet wurde. Die habe mit einer Verwendung der Module für mindestens zehn Jahre gerechnet - und schon nach zwei Jahren hätte man allein für die Miete mit rund 500.000 Euro rechnen müssen, so Sozialdezernentin Regina Kleff. „Wir haben in unsere Zeitachse schon Merklinde und die Pallasstraße gepackt“, sagte sie mit Verweis auf die Pläne, die die Stadt zum Bau neuer Kindertagesstätten hat. „Wir brauchen die Module langfristiger für den Ersatz bei verschiedenen Bautätigkeiten. So wird es am Ende günstiger.“

So ist geplant, dass nach etwa zwei Jahren die mobile Kita am Stadtmittelpunkt wieder aufgegeben wird zugunsten der geplanten neuen Kita am Evangelischen Krankenhaus. Bis dahin wolle man hier aber Plätze für 75 Kinder anbieten, die schon fürs neue Kita-Jahr in diesem Sommer fehlen. Einige Eltern, die bisher keinen Platz bekommen haben, hatten der Stadt schon Klagen auf ihren gesetzlichen Anspruch angekündigt.

Die Grünen verwiesen im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag darauf, dass ja auch die Vorbereitung der Gelände, auf denen die Module aufgestellt werden sollen, und deren Transport weiteres Geld kosten würde. Die besorgte Frage von Manfred Fiedler nach den anderen Projekten, die dafür im Haushalt um ein Jahr verschoben werden (Bildungscampus Süd u.a.), konnte Kämmerer Michael Eckhardt zerstreuen: „So ein Haushalt lebt ja. Wenn man einen Haushalt und eine Investitionsliste beschlossen hat, dann ist es ja nicht so, dass die Verwaltung nichts mehr zu arbeiten hat. Wir mussten mit fachlicher Expertise schauen, wie wir das Geld aus verschiedenen Töpfen zusammenbekommen. Das ist in Abstimmung geschehen, es war ein langwieriger Prozess.“

Katrin Lasser-Moryson (SPD) sagte: „So ein Kauf muss eine nachhaltige Nutzung mitbringen. Eine solche zeigt sich ja schon an den Zahlen mit der Spitze von 680 Schülern im Jahr 2022/23. Wir werden noch ganz froh sein, dass wir diese Module haben. Bei einer Anmietung hätten sich meine Nackenhaare hochgestellt.“

Bei der Ratssitzung am Donnerstagabend sagte der Beigeordnete Michael Eckhardt: „Es ist sicher nicht die Königslösung, nun solche Module ans Rathaus zu stellen. Aber mehr war in der Kürze der Zeit nicht zu machen.“ Über die Harkortschule werden man sich bald an anderer Stelle unterhalten. „Wir lassen sie jetzt nicht so da liegen“, so Eckhardt. „Wichtig ist nur eine schnelle Zustimmung.“

Die Kita soll schon im September an den Start gehen. Träger wird die Evangelische Kirche, die dann später auch die feste Einrichtung am EvK weiterführt. Das hat den Vorteil, dass man die Erzieher-Stellen als feste und nicht befristete Stellen ausschreiben kann und nun auch kurzfristig das nötige Fachpersonal findet. Ausschuss und Stadtrat gaben ein einstimmiges Votum für diese Pläne ab.