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Velleuer-Gelände bleibt vorerst "offene" Baustelle

CASTROP-RAUXEL Die riesige Staubwolke, die das Bauschuttlager des Stadtbetriebs EUV auf dem ehemaligen Velleuer-Gelände an der Wittener Straße aufgewirbelt hat, ist mittlerweile vom Tisch. Bleibt die Frage, was aus den Plänen des von der LEG als GeWo-Mutter mit der Stadt eingeläuteten städtebaulichen Wettbewerbs um die zukünftige Gestaltung des Filet-Grundstücks geworden ist.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 09.06.2008
Velleuer-Gelände bleibt vorerst "offene" Baustelle

Die Planungen des Wettbewerbsieger Koschany und Zimmer sind nicht mehr aktuell.

Wie Stadtentwickler Martin Oldengott beim Stadtteilgespräch für Castrop, Obercastrop und Behringhausen im Rahmen des Zukunftsprojektes in der vergangenen Woche unter noch offene „Baustellen“ für Castrop subsummierte, ist die im Januar des Jahres 2006 hochgelobte Planung um den Wettbewerbssieger Koschany und Zimmer nicht mehr aktuell. 

Entwurf des Wettbewerbssieger rechnet sich nicht

Laut Oldengott hat sich das Projekt, das der Kunst- und Gestaltungsbeirat intensiv begleitet hat, für die GeWo nicht gerechnet.

Für die Velleuer-Brache, den Viehmarkt und die Straße „An der Freiheit“ hatte das Essener Büro Koschany und Zimmer eine Gerüst-Planung mit einem hochwertigen Wohn- und Geschäftsmix im Herzen der Altstadt aufgetischt.

Einer der gestalterischen Schwerpunkte Richtung nachhaltiger städtebaulicher Qualität lag seinerzeit bei einem aufgewerteten Viehmarkt als neuem städtischen Platz. Was das Thema Wohnen angeht, war sowohl Mietwohnungsbau als auch die Einbeziehung von Privatwohnungsbau (ETW) vorgesehen. Das ist längst Makulatur.

Vermarktung oder Eigenregie?

Die Gesellschaft für Wohnungs- und Städtebau (GeWo) beschäftigt sich derzeit mit zwei Möglichkeiten für das Gelände. Nämlich die Velleuer-Brache und den Viehmarkt, für den bekanntlich auch eine Tiefgarage zu den Optionen gehörte, nicht selbst zu entwickeln, sondern zu vermarkten, sprich zu verkaufen. Und losgelöst von der Planung für die Freiheit zu sehen.

Oder das große Grundstück tatsächlich in eigener Regie zu bebauen und in ein Gesamtkonzept mit der Freiheit zu integrieren. GeWo-Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Baulig: „So lautet auch die Beschlusslage im Aufsichtsrat.“

Häuser an der Freiheit werden abgerissen

Fest steht laut Baulig auf jeden Fall, dass die Häuser an der Freiheit abgerissen werden und die GeWo dort öffentlich geförderten Wohnungsbau realisieren wird. Die Kündigungen sind ausgesprochen, bei Einhaltung der zum Teil bis zu einem Jahr geltenden Kündigungsfrist kann es bis ins Jahr 2009 hinein dauern, bevor die Abrissbirne kommt.

Bis dahin ist laut Baulig auf jeden Fall entschieden, was aus der Velleuer-Brache werden soll. Bei einer Neugestaltung würden möglicherweise einige Dinge aus dem Wettbewerb realisiert, „aber nicht in dieser Qualität“. 

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