Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

WLT-Jugendtheater präsentiert "Big Deal"

CASTROP-RAUXEL Das Verhältnis der Jugend zu Drogen, zu den Eltern, das Verhältnis einer Generation zum Leben - all das thematisiert das neue Jugendtheaterstück des WLT "Big Deal".

von Von Gabriele Regener

, 12.06.2008
WLT-Jugendtheater präsentiert "Big Deal"

Drogenberaterin Alex (Gerrit Pleuger) versucht, zwischen Vater (Stefan Leonard, l.) und Sohn (Alexander Leder) zu vermitteln.

Nein, Probleme hat er keine! Mark, Hauptperson im "Big Deal", dem Jugendstück des WLT, das am Sonntag, 22. Juni, Premiere feiert, sitzt zwar unfreiwillig in der Drogenberatungsstelle, weil er wegen des Handels mit Marihuana verhaftet worden ist. Sein Dilemma nimmt er jedoch nicht wahr - zunächst.

Die Drogenberaterin Alex (Gerrit Pleuger) versucht, mit Mark (Alexander Leder) ins Gespräch zu kommen. Über Drogen, sein Leben, seine Probleme. Der Junge, der anfangs tönt, dass Marihuana für ihn keine Droge und zudem billiger als Fast Food sei, entdeckt erst ganz allmählich sein Problem.

Schmerzliche Erfahrung

Und während er sich anfangs noch im Mittelpunkt eines großen Freundeskreises wähnt, muss er die schmerzliche Erfahrung machen, dass es eigentlich nur Kunden waren. Eine bittere Erkenntnis für einen, der lieber in der Notschlafstelle "Fluchtpunkt" wohnt als bei seinem Vater, dem Mann, der ihn zu einem Kriminellen gemacht hat, indem er ihn bei der Polizei anzeigte.

Was er nicht weiß: Auch der Vater hat bereits mit der Drogenberaterin gesprochen, weil er seinen Sohn nicht versteht, weil die Kommunikation zwischen den beiden völlig verstummt ist.

Unheimlich viele Aspekte

 "Das Tolle an diesem Stück ist die Tatsache, dass unheimlich viele Aspekte angesprochen werden", schwärmt Regisseurin Catharina Fillers vom diesem Stück des Autoren David S. Craig.

Die Akteure Mark, Alex und der Vater Herr Paulsen (Stefan Leonhard) spielen Echtzeit. Und das in nur einem Bühnenbild - dem Beratungszimmer. Das lässt den Zuschauern viel Raum für feine Beobachtungen. Ein entscheidender Moment, so Fillers, sei das Ende. Der Vater ist bereit, den Sohn wieder aufzunehmen, stellt aber Bedingungen. Die Mark nicht erfüllen mag. Die Tür ist geöffnet, das Stück beendet, die Gedanken gehen aber weiter.

 Premiere am Sonntag, 22. Juni, 18 Uhr, weitere Vorstellungen Dienstag, 26. August, 9 und 11 Uhr, WLT-Studio.

Lesen Sie jetzt