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Cooler Crossover: Bei Tom Misch stimmt die Mischung

Berlin. Ein Crossover aus Soul, Disco, Funk, Hip-Hop und Jazz - das kann ein fürchterlicher Mischmasch werden. Nicht aber bei Tom Misch. Der Brite bastelt daraus eines der prickelndsten Alben des Frühjahrs.

Cooler Crossover: Bei Tom Misch stimmt die Mischung

Tom Misch probiert viel aus. Foto: Hollie Fernando

Da kündigt sich ein Riesentalent an, das mit seinem Sound dieses Jahr noch etliche Tanzflächen und Sommerpartys bespielen wird: Der Brite Tom Misch beweist auf seinem Debüt ein erstaunliches Gespür für feine Melodien, coole Grooves und stilvolle Arrangements.

Mit „Geography“ (Beyond The Groove/Kobalt) bedient sich der weiße Gitarrist, Sänger, Produzent und DJ bei vielen Quellen aus der schwarzen Musik. Ja, es gehört schon eine gewisse Chuzpe dazu, die Chic-Gitarre des großen Nile Rodgers so unverfroren zu kopieren, wie es Misch in „South Of The River“ tut. Anderswo orientiert er sich an Earth Wind & Fire oder Stevie Wonder (dessen „Isn't She Lovely“ er kurz instrumental covert).

All dies geschieht stets auf allerhöchstem Niveau und mit einer so jugendlich-frischen Lässigkeit, dass man dem 22-Jährigen erst gar keine Abkupferei vorwerfen mag. Neben Soul, Disco und Funk sind auch Hip-Hop (in einigen Rap-Beiträgen, etwa von De La Soul oder Loyle Carner) und Jazz (beispielsweise im Opener „Before Paris“ und in der wunderbar samtigen Ballade „Movie“) Optionen für den jungen Musiker.

Dass Misch obendrein noch eine höchst angenehme, flexible Stimme besitzt, macht die 13 Songs von „Geography“ erst recht zu einem prickelnden Genuss für Fans seiner grenzüberschreitenden Stilmixtur. Wer also nach einem smarten und ambitionierten Album für die wärmeren Monate sucht, liegt bei dieser Platte genau richtig.

Nach dem ersten künstlerischen Lebenszeichen mit der 2016er EP „Reverie“ und Remix-Arbeiten für Lianne La Havas, Mos Def oder Busta Rhymes ist Tom Misch nun so richtig im Crossover-Business angekommen. „Ich probiere so viele Genres aus, dass man es gar nicht immer klar kategorisieren kann“, sagt er selbst. „Ich schätze, mein Sound ist positiv und funky, und er hat Soul.“ Keine Widerrede.

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