Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Deutsche Post erhöht Porto für Bücher- und Warensendungen

Bonn. Im Trubel um umstrittene Befristungspraktiken bei der Post kündigt der Konzern Preiserhöhungen an: Betroffen sind Bücher- und Warensendungen. Onlinehandel und Fahrermangel machen sich bemerkbar.

Deutsche Post erhöht Porto für Bücher- und Warensendungen

Die Deutsche Post hat das Porto für Bücher- und Warensendungen erhöht. Foto: Rolf Vennenbernd

Die Deutsche Post schraubt das Porto für Bücher- und Warensendungen kräftig nach oben. Für die Büchersendung Groß (bis 500 Gramm) verlangt die Post mit 1,20 Euro ab 1. Juli ein Fünftel, also 20 Cent mehr als bisher, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Für die Warensendung Kompakt (bis 50 Gramm) werden mit 1,30 Euro sogar 40 Cent, oder 44 Prozent mehr fällig. Die Post begründete den Schritt mit allgemeinen Kostensteigerungen und höheren Transportkosten.

Bei den größeren Varianten der Bücher- und Warensendungen fallen die Preiserhöhungen nicht so stark aus. Für die Büchersendung Maxi steigt der Preis von 1,65 auf 1,70 Euro, für die Warensendung Groß von 1,90 auf 2,20 Euro. Für letztere sollen aber künftig höhere Rabatte gelten, so dass der Preis für Rabattkunden gleich bleibt. Mit den Preiserhöhungen liege das Entgelt im Vergleich mit überregionalen Wettbewerbern auf Durchschnittsniveau, hieß es.

Andere Briefprodukte sind von den Anhebungen nicht betroffen. So ist das Porto für den Standardbrief von 70 Cent staatlich reguliert. Eine Erhöhung ist aber ab Anfang 2019 prinzipiell wieder möglich.

Bücher- und Warensendungen laufen einem Sprecher zufolge zwar über die Briefzentren der Post, sind aber anders als das reine Briefgeschäft nicht lizenzpflichtig. Die Portopreise bedürfen also keiner Zustimmung der Bundesnetzagentur. Das gilt auch für das besonders umkämpfte Paket- und Expressgeschäft.

Die letzte Preiserhöhung im Bereich der Bücher- und Warensendungen gab es den Angaben des Konzerns zufolge im Jahr 2013. Die Post verweist zur Begründung auch auf ein erhöhtes Versandvolumen durch den Online-Handel. Auch die knappen Ressourcen im Transportgeschäft, also der Fahrermangel, sowie die in den vergangenen Jahren gestiegenen Lohnkosten spielten eine Rolle, sagte ein Sprecher.

Die Konkurrenz reagierte verhalten auf die Pläne des Marktführers. Die besonders relevanten und wettbewerbsintensiven Paketpreise für große Versender seien von den Änderungen nicht betroffen, teilte etwa der Zusteller DPD mit. „In der aktuellen Ankündigung der Post können wir daher weder eine Trendwende noch eine Entspannung der Wettbewerbssituation erkennen.“

Der Paketdienst Hermes kommentierte die Preismaßnahmen der Konkurrenz nicht und teilte nur allgemein mit, es sei wichtig, dass auf Verbraucher- wie auf Händlerseite die Wertigkeit von Logistik und die Wahrnehmung seitens der Kunden erhöht werde. „Denn: Hochwertige logistische Services gibt es nicht zum Nulltarif.“

Die Bundesnetzagentur hatte zuletzt angekündigt, den Paket- und Expressmarkt genauer unter die Lupe nehmen zu wollen. Die Behörde will nach eigenen Angaben vor allem verschiedene Märkte wie Post- und Expressdienste genauer definieren, um mögliche Störungen oder Preismissbrauch frühzeitig zu erkennen. Der Buch- und Warenversand sei davon aber nicht betroffen, sagte ein Sprecher.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Erfurt. Wieviel Wasser oder Strom verbraucht wird, ist von Haushalt zu Haushalt verschieden. Wer in eine neue Wohnung einzieht, sollte den Zähler direkt ablesen. So lassen sich eventuelle Unterschiede im Verbrauch direkt feststellen.mehr...

Berlin. Wertvolles kommt in den Tresor - oder in ein Bankschließfach. Doch was, wenn der Inhalt abhanden kommt oder zerstört wird? Der Versicherungsschutz der Banken reicht dann nicht immer aus. Hilfe bietet aber eine ganz andere Police.mehr...

Kiel. Momentan sind die Zinsen im Keller. Doch früher oder später werden sie auch wieder steigen. Verbraucher, die eine Immobilie finanzieren, sollten sich in jedem Fall darauf einstellen. Dabei gibt es drei Möglichkeiten.mehr...

Berlin. Es ist aufwendig und riskant, sich als Privatperson vor Gericht mit großen Firmen anzulegen. Ab November können Verbraucherverbände dies stellvertretend für größere Gruppen von Betroffenen übernehmen. Aber ist das Instrument tatsächlich ein Segen für Verbraucher?mehr...

Düsseldorf. Wer einen Indexfonds auf einen der deutschen Indizes hat, muss sich ab Spätsommer auf Änderungen einstellen. Die neue Ordnung der Deutschen Börse wird die Zusammensetzung der Indizes etwas verändern. Wichtige Frage für Anleger: Passt das noch zur eigenen Strategie?mehr...

Frankfurt/Main. Das Immobiliengeschäft boomt. Anleger können davon profitieren, indem sie in offene Immobilienfonds investieren. Doch Vorsicht: Es gilt eine zweijährige Haltefrist.mehr...