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Deutscher Markt verträgt noch mehr Schiffe

Turku. Vor zehn Jahren wurde Tui Cruises gegründet. Mit der neuen „Mein Schiff 1“ wächst die Flotte gerade wieder auf sechs Schiffe. Im Interview spricht Geschäftsführerin Wybcke Meier über die weiteren Pläne und warum es bald ein „Mein Schiff Herz“ gibt.

Deutscher Markt verträgt noch mehr Schiffe

Wybcke Meier ist Geschäftsführerin von Tui Cruises. Foto: Andrea Warnecke

Tui Cruises hat gerade mit der „Mein Schiff 1“ sein neuestes Schiff in Dienst gestellt. 2019 und 2023 folgen weitere Neubauten. Doch damit soll noch nicht Schluss sein.

Geschäftsführerin Wybcke Meier erklärt im Interview auch, warum die Reederei weiterhin nicht auf Flüssiggas-Antrieb setzt.

Die alte „Mein Schiff 2“ bleibt jetzt länger in der Flotte als ursprünglich geplant und fährt ab 2019 als „Mein Schiff Herz“. Wieso dieser Name?

Wybcke Meier: Wir brauchten einen neuen Namen, weil der Name „Mein Schiff 2“ schon durch den nächsten Neubau, der derzeit in der Meyer Werft Turku fertiggestellt wird, belegt ist. Die aktuelle „Mein Schiff 2“ ist so etwas wie die Mutter der Flotte, deshalb fanden wir den Namen „Mein Schiff Herz“ sehr passend. Da das Schiff etwas kleiner ist, gibt es uns die Möglichkeit, etwas andere Häfen anzulaufen. Und es ist ein gutes Schiff für Eventkreuzfahrten, wie zum Beispiel die Full Metal Cruise oder die Club Cruise.

Die Nachfrage nach dem alten Schiff ist weiterhin da?

Meier: Auf jeden Fall. Wir bekommen nach jeder Kreuzfahrt die Auswertungen, wie die Gäste das Schiff bewerten. Und da gibt es keine Unterschiede zwischen den älteren und den neuen Schiffen.

Wie sehen die Pläne für die Zeit nach der „Mein Schiff 7“ aus, die 2023 in Dienst gehen soll?

Meier: Es gibt vor allem Wünsche.

Und wie sehen diese aus?

Meier: Wir haben festgestellt, dass die Nachfrage auch nach den letzten vier Jahren, in denen wir immer ein Schiff in Dienst gestellt haben, weiter gestiegen ist. Der deutsche Markt würde noch mehr Schiffe vertragen. Das ist eine Aussage, die ich vor drei Jahren so vielleicht noch nicht getroffen hätte. Wenn Sie mich also fragen: Klar hätte ich gerne noch weitere Schiffe. Aber schauen wir mal.

Sie sind jetzt mit der „Mein Schiff Herz“ erstmals aus dem Namensschema ausgebrochen. Können Sie sich das für die Zukunft auch bei weiteren Schiffen vorstellen?

Meier: Für heute würde ich sagen: nein. Es gibt sicher auch Möglichkeiten, hinter die „Mein Schiff“ etwas anderes zu schreiben, aber für die „7“ bleiben wir auf jeden Fall bei der Zahl.

Bei der neuen „Mein Schiff 1“ liegt der Schwerpunkt stark auf dem Thema Gesundheit. Warum?

Meier: Für uns alle war überraschend, wie gut unsere Sportbereiche genutzt werden. Wir haben ja schon auf unseren bisherigen Neubauten einen Fokus darauf gelegt. Viele unserer Gäste haben erkannt: Nirgends ist der Weg zum Fitnessstudio kürzer als auf dem Schiff. Jetzt haben wir zusätzlich das „Ganz schön gesund“-Bistro eingeführt. Hier bieten wir Konzepte, die auch an Land stärker nachgefragt sind. So kann der Gast den gesunden Lebensstil auch an Bord fortführen. Das Konzept „Ganz schön gesund“ hatten wir schon immer, zum Beispiel im Hauptrestaurant. Aber bisher waren die besonders gesunden Speisen vielleicht nicht sofort erkennbar.

Warum setzen Sie beim Neubau 2023 nicht auf das weniger klimaschädliche Flüssiggas (LNG)?

Meier: Wir hatten LNG sehr wohl in der Überlegung, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass es nicht sinnvoll ist, ein einziges Schiff in der Flotte mit LNG zu betreiben. Wir unternehmen bereits heute sehr viel in Sachen Umweltschutz. Wir werden 2023 die jüngste und umweltfreundlichste Flotte haben, auch ohne LNG. Sollte sich Landstrom durchsetzen, können wir relativ schnell umrüsten.

Zur Person: Wybcke Meier ist seit Oktober 2014 Geschäftsführerin von Tui Cruises.

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