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Deutschland im Depot: Aktienanteil nicht über 20 Prozent

Berlin. Anleger sollten den Blick eigentlich immer in die Ferne schweifen lassen und sich nicht auf ihren Heimatmarkt konzentrieren. Aber der Dax kann sich als Beimischung durchaus lohnen.

Deutschland im Depot: Aktienanteil nicht über 20 Prozent

„Finanztest“ hat Fonds untersucht, die in deutsche Aktien investieren. Ergebnis: Eine Beimischung ist lohnenswert. Foto: Daniel Reinhardt

Adidas, Allianz, Deutsche Telekom, Linde oder Siemens - die Unternehmen, die im Deutschen Aktienindex Dax gelistet sind, dürften den meisten Anleger ein Begriff sein.

Der Index, der am 1. Juli seinen 30. Geburtstag feiert, versammelt die 30 deutschen Schwergewichte. Seit seinem Start hat sich der Index von 1000 auf mittlerweile fast 13 000 Punkte entwickelt.

Als Beimischung für ein breit aufgestelltes Depot kann sich ein Indexfonds oder auch ein gemanagter Fonds also durchaus lohnen. Nach Ansicht der Experten der Zeitschrift „Finanztest“ (6/2018) sollte der Anteil nicht mehr als 20 Prozent betragen. Denn ein einziges Land bietet keine ausgewogene Anlage.

Auch auf Einzeltitel zu setzen, ist aus Sicht der Experten mit Risiko verbunden. Zwar lassen sich beachtliche Renditen erwirtschaften, wie etwa das Beispiel Infineon zeigt. Hier lag das Plus in den vergangenen fünf Jahren bei 30,7 Prozent jährlich. Dass es aber auch ganz anders gehen kann, zeigt die Aktie der Deutschen Bank: Hier verloren Anleger in dem Zeitraum 13,9 Prozent pro Jahr.

Erste Wahl sind ETFs auf den Dax, den MSCI Deutschland und den FAZ-Index, denn sie entwickeln sich parallel zum Markt. Bei allen dreien lag die Wertentwicklung in den letzten fünf Jahren bei rund 9 Prozent pro Jahr. Aktive Manager können von dieser Entwicklung abweichen und sind auf lange Sicht meist schwächer als der Index.

Dennoch können einige Fondsmanager durchaus besser sein. Die Top-Fonds schafften bis zu 22,2 Prozent, heißt es in dem Bericht. Gemanagte Fonds müssen jedoch regelmäßig gescheckt werden, weil ihre Qualität sich ändern kann.

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