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Ämter-Trilogie am Bauhof

DORSTEN Mit der Zusammenlegung von Ämtern und Einrichtungen hat die Stadt schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Auf diese Weise konnten die städtischen Ausgaben erheblich gesenkt werden.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 13.06.2008
Ämter-Trilogie am Bauhof

Wegweisende Zielsetzung: Bauhof, Entsorgungsbetrieb und Tiefbau sollen an einem Standort gebündelt werden.

Nun hat die Stadtspitze ein neues Projekt im Visier: Die Zusammenlegung des Entsorgungsbetriebes mit dem Grünflächenamt und dem zentralen Bauhof könnte der nächste Meilenstein werden.

Bishert scheiterten solche Überlegungen stets daran, dass die Bündelung an einem Standort unrealistisch schien und eine Fusion trotz verschiedener Standorte zusätzlichen Abstimmungsaufwand und weitere Kosten verursacht hätte. So sah es jedenfalls Personaldezernent Wolfgang Quallo bei der Abwägung der Vor- und Nachteile.

Skepsis war unbegründet

Daher war die Verwaltung zunächst skeptisch, als die SPD einen neuen Vorstoß unternahm und die Verschmelzung von Grünpflege und Straßenunterhaltung mit dem Entsorgungsbetrieb forderte. Bei der Prüfung alternativer Lösungsansätze zeigten jedoch Erfahrungen aus Recklinghausen, dass die Umwandlung des Entsorgungs- in einen „optimierten Regiebetrieb“ durchaus sinnvoll sein kann. Vorausgesetzt, der Konzentrationsprozess erfolgt schrittweise und an einem gemeinsamen Standort.

Fazit: „Die Zusammenlegung von Tiefbauamt und Entsorgungsbetrieb stellt sich nicht nur aus Kostengründen, sondern auch aus strategischer Sicht als vorteilhafter dar als die bloße Zusammenlegung manueller Arbeitsbereiche.“ Bis spätestens 2015 sollen nun Tiefbau, Entsorgung und Bauhof an einem Standort vereint werden.

Gemischte Reaktionen

Mit dieser Zielsetzung waren SPD und FDP sehr zufrieden. Susanne Fraund (Grüne) meldete dagegen Bedenken an: „So eine Zusammenlegung ist nicht unproblematisch, die kritischen Aspekte sind bisher nicht genügend berücksichtigt.“ Auch Bernd Schwane (CDU) trat etwas auf die Bremse: „Es ist sinnvoll, über Einsparpotenziale nachzudenken. Aber viele Fragen sind noch offen, gerade im Immobilienbereich. Wir sollten weiter prüfen, aber noch kein Signal zum Durchstarten geben.“

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