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Ausstellung von Aviva Shemer eröffnet

DORSTEN In Zeiten wie diesen, in denen Weltverbesserer schlechte Karten hätten,seien Künstlerinnen wie Aviva Shemer wichtig. Dies sagte Dr. Norbert Reichling, Leiter des Jüdischen Museums Westfalen, am Sonntag anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Tikun - Zurück zum Ursprung".

von Von Michael Klein

, 08.06.2008
Ausstellung von Aviva Shemer eröffnet

<p>Ex-Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven, Künstlerin Avia Shemer und Museumsleiter Dr. Norbert Reichling. Klein</p>

Damit spielte er auf die jüdischen Traditionen an, aus denen sich die Werke der israelischen Künstlerin speisen. Denn anständiges Leben, so die Überlieferung, kann immer nur ein konstruktives Leben sein, ein Leben, das auch durch das Heilen (hebräisch: tikun), die Hilfe und den Einsatz für die Mitmenschen bestimmt sei. Aviva Shemer lebe diesen Anspruch, was sich eindrucksvoll in ihren Bildern widerspiegele: "Sie lebt das Prinzip Freude, das aber nie naiv daherkommt."

Positiver Blick

Denn die Künstlerin wisse, dass mit Freude auch eine Menge Arbeit verbunden ist. Dank Aviva Shemer könnten die Ausstellungsbesucher einen Blick auf Israel werfen, der nicht problembehaftet sei: "Die Bilder zeigen, wie viel Positives mit dem Staat verbunden ist."

Die Einführung in die Ausstellung setzte Dr. Jörg Twenhöven fort, viel beschäftigter Pensionär und Ex-Münsteraner Regierungspräsident. Er bezeichnete es "als kleines Wunder", dass Israel trotz aller nachbarschaftlichen Probleme und Konflikte in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiern kann. Vor dem Hintergrund historistischer Tendenzen mit ihren vergleichenden Instrumentarien lobte er die Arbeit des Jüdischen Museums, dessen Arbeit sich "dem schlichten Relativieren entgegenstellt".

Twenhöven hob die "Kraft der Bilder" von Aviva Shemer hervor: "Da bricht Licht durch, Optimismus, da hat die Reise ein Ziel." Welches Ziel sie verfolgt, das erklärte die Künstlerin anschließend selbst. Sie wolle Herz, Seele und Verstand vereinen, für mehr Fröhlichkeit und Nächstenliebe plädieren. "Denn der Mensch hasst nur, wenn er traurig oder wütend ist."

Bewusstsein erweitern

Ihre Bilder, tief in der jüdischen Mystik verankert, sollen heilen, sollen mithelfen, das Bewusstsein zu erweitern, die Welt zu verbessern. Das mag altmodisch sein, aber manchmal hilft halt nur das "Zurück". Zum Ursprung.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Juli während der Öffnungszeiten des Jüdischen Museums zu sehen.

 

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