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Bedürfnisse der Senioren erfasst

ScHERMBECK Wer angesichts der demografischen Entwicklung etwas für die älter werdende Generation tun möchte, kann gar nicht früh genug anfangen.

von Von Helmut Scheffler

, 11.06.2008
Bedürfnisse der Senioren erfasst

Klaus Roth.

Nach diesem Motto handelt Klaus Roth, Vorsitzender der Behinderten-Sportgemeinschaft Schermbeck und Mitglied am "Runden Tisch älterer Menschen". Es sei eigentlich Aufgabe des Planers Thomas Scholle gewesen, ist Klaus Roth überzeugt, im Zuge der gegenwärtig anstehenden Fortschreibung des Gemeindeentwicklungsplanes die Belange älterer Menschen zu erfragen. "Am 16. Dezember habe ich Herrn Scholle angeschrieben", berichtet Klaus Roth, mächtig enttäuscht darüber, dass der Planer nicht einmal geantwortet hat.

150 Fragebögen

Seinen Fragebogen erstellte Roth in Anlehnung an Fragebogenaktionen in Hamminkeln und Haltern. Etwa 120 Fragebögen hat er persönlich in Haushalten mit älteren Menschen abgegeben. 30 weitere Bögen warf Roth in Briefkästen mit der Bitte um Rückgabe. Die 92 zurückgegebenen Bögen hat Klaus Roth inzwischen ausgewertet und die Auswertung auf sechs Seiten zusammengefasst. Etwa die Hälfte aller Befragten sprach sich für mehr Plätze in Alten- und Pflegeheimen aus; vier von fünf Befragten erbitten mehr altengerechte Wohnungen.

"Gute Chance vertan"

Weniger als jeder zweite Befragte kann sich vorstellen, in einer Mehrgenerationenwohnanlage zu leben. Rund 60 Prozent wünschen betreute Wohneinheiten in Ortsnähe mit gemeinsamen Aufenthaltsräumen und Aktivitäten für Senioren. "Da wurde von der Politik und von der Evangelischen Kirchengemeinde eine gute Chance vertan", stellt Roth im Hinblick darauf fest, dass im neuen Wohngebiet am Heggenkamp eine seniorengerechte Wohnanlage in der Nähe des Ortskerns nicht errichtet wurde, obwohl vier von fünf Befragten eine solche Anlage in Zusammenarbeit mit dem Marienheim gewünscht hätten.

Zwei Drittel aller Befragten würden einen Fahrdienst zum Arzt begrüßen, mehr als die Hälfte einen Fahrdienst zum Einkaufen. Etwa ein Drittel aller Befragten zeigte Interesse daran, sich in irgendeiner Form ehrenamtlich für in Not geratene Mitbürger einzubringen. Die Liste all jener Vorschläge umfasst 24 Anregungen, von denen Klaus Roth im Rahmen seines Handlungskonzeptes ein paar sofort aufgreifen möchte. Dazu gehört ein Antrag zur Einrichtung einer Behindertentoilette. Noch vor der Kommunalwahl möchte Klaus Roth einen Seniorenbeirat gründen.

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