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Böse Folgen eines widerlichen Ausrutschers

Sexuelle Nötigung kostet Mann die Freiheit

25.05.2007

Dorsten Zutiefst beschämt und zerknirscht gab sich ein 30-Jähriger, der sich gestern wegen sexueller Nötigung vor dem Schöffengericht offenbaren sollte. Doch weder seine Haltung, noch sein Geständnis ersparten ihm eine Haftstrafe: Richterin Regine Heinz verurteilte den Mann zu einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung. Der 30-Jährige hatte in der Nacht zum 15. August Geräusche aus einer Nachbarwohnung vernommen. In dieser Wohnung lebt eine pflegebedürftige alte Dame. In Sorge um sie schnappte er sich den Wohnungsschlüssel, um nach dem Rechten zu schauen. In der Wohnung begegnete ihm die junge Pflegerin aus Polen, die ebenfalls hellhörig geworden war. Der 30-Jährige nahm die Frau sogleich in den Clinch, drückte sie in ihr Zimmer zurück und warf sie aufs Bett. Trotz ihrer heftigen Gegenwehr - das Opfer griff sich eine Vase, um ihren Angreifer damit in die Flucht zu schlagen - und eines wüsten Gerangels gelang es dem Täter, die Frau im Intimbereich zu berühren. Am Ende wehrte die junge Polin ihn mit einer Schere und der Bemerkung ab, sie sei schwanger. «Mir ist das Ganze zutiefst peinlich, ich schäme mich!», erklärte er dem Schöffengericht. Mit seinem Geständnis ersparte er der Nebenklägerin eine Aussage vor Gericht. Gleichwohl stimmten Staatsanwältin und Schöffengericht in ihrer Auffassung überein, dass die Tat besonders verwerflich war, weil er in «den geschützten Bereich einer Wohnung eindrang und die Situation für sich nutzte». Auch wenn der Mann zunächst nicht die Absicht gehabt hatte, der jungen Frau ein Leid anzutun, habe er sich von ihrer Gegenwehr nicht abschrecken lassen und gewaltsam sexuelle Handlungen vorgenommen. «Das war am Rand einer Vergewaltigung», belehrte Richterin Heinz den Angeklagten und gewährte ihm keine Chance auf Bewährung - «es gilt der Opferschutz». eng

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