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Drittes Storchenbaby hat nicht überlebt

HERVEST Über der diesjährigen Brut des Storchenpaares Werner und Luise scheint ein Fluch zu liegen: Allem Anschein nach hat jetzt auch der dritte der einstmals vier Jungstörche die „Kinderstube“ nicht überlebt.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 11.06.2008
Drittes Storchenbaby hat nicht überlebt

Nur ein Storchenkind von Werner und Luisa ist von insgesamt vieren übrig geblieben.

Hermann Kottmann, Leiter der örtlichen Bio-Station, wollte am Mittwochnachmittag vor Ort prüfen, ob sich die Feldstecher-Beobachtungen zweier Naturfreunde traurig bestätigen. Falls das so sein sollte, heiße es jedoch nicht, dass die gesamte Brut von Anfang an nicht lebensfähig gewesen sei. „Für den Tod jedes einzelnen Jungstorches gibt es eine andere Erklärung“, erläutert der Fachmann.

Vier sind überdurchschnittlich viel

Da mit vier kleinen Störchen eine überdurchschnittlich hohe Zahl aus dem Ei geschlüpft seien, ist der erste wohl dem Konkurrenzkamp ums Futter zum Opfer gefallen: „Der schwächste wird von seinen Geschwistern häufig aus dem Nest gedrängt.“ Das zweite Storchenkind sei wahrscheinlich einer Infektion erlegen: „Es spricht viel dafür, dass sein Tod krankheitsbedingt war.“ Dass jetzt auch noch der dritte Jungstorch fehlt, dafür könne es mehrere Erklärungen geben, mutmaßt Kottmann: „Es kann sein, dass er beim Füttern zu gierig war und dadurch aus dem Nest gestürzt ist.“ Denn drei Wochen werde es voraussichtlich noch dauern, bis der diesjährige Nachwuchs flügge wird.

Opfer eines Uhus geworden

Manches spricht aber dafür, dass der Jungstorch Opfer eines Uhus geworden ist: „Die Eltern verlassen jetzt in den Abendstunden häufig das Nest, der nächtliche Räuber könnte einen unbewachten Moment ausgenutzt haben.“ In dem Fall bleibt zu hoffen, dass der Uhu nicht nochmals zugreift. Jeder Tag, den der verbleibende Jungstorch zum Heranwachsen nutzen kann, erhöhen seine Überlebens-Chancen. Grundsätzlich vererben Werner und Luise wohl gute Gene. Denn ihr überlebendes Kind aus der allerersten Brut wurde jetzt in der Dingdener Heide gesichtet - putzmunter und reichlich früh für einen halbstarken Storch, der sonst gern erst mehrere volle Jahre in Spanien oder Afrika verbringt.

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