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Fußball hat was Religiöses

SCHERMBECK Die Gefühle, mit denen die deutsche Mannschaft heute Abend am Ende des Halfinale-Spieles gegen die Türkei den Platz verlässt, können die Jugendlichen der Ludgerusgemeinde gut nachvollziehen.

von Von Helmut Scheffler

, 24.06.2008
Fußball hat was Religiöses

Der Einzug der Akteure nicht in die Arena, aber in die Kirche: Einen interessanten Jugendgottesdienst gab es in Schermbeck.

Sie haben im Rahmen ihrer „Samstag-Abend-Messe“, die unter dem Motto „We are the champions“ stand, im Umfeld der Europameisterschaft die Gefühle von Siegern und Verlierern in eindrucksvoller Weise dargestellt.

Triumph und Niederlage

Wie eng Triumph und Niederlage, Lachen und Weinen, Siegen und Verlieren aufeinander folgen können, machten die Jugendlichen bereits beim Einzug in die Ludgeruskirche deutlich. Fahnen schwenkend und voller Freude jubelnd mit dem Siegerpokal durch den Mittelgang zum Altar eilend die Sieger, niedergeschlagen und eher schleichend, aber auch meckernd und schimpfend die Verlierer. Besser hätten die unterschiedlichen seelischen Befindlichkeiten kaum offenbart werden können. Sieg und Niederlage griff auch Pater Antony in seinen Betrachtungen zu Bibelereignissen auf. Wenige Tage nach dem triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem erlebte der Sohn Gottes fürchterliches Leid, um ein paar Tage später aus dem Grabe aufzuerstehen. In der Lesung wurden die Gemeinsamkeiten zwischen Fußball und Gottesdienst vorgestellt. Gläubige und Fans, sie feiern, die einen Gottesdienst und die anderen ihre Mannschaft.

Ähnliches Ritual benutzt

Zum Gottesdienst und zum Fußballspiel gehört eine bestimmte Kleiderordnung. Das Läuten der Glocke und das Orgelspiel markieren den Beginn des Gottesdienstes mit der Begrüßung durch den Pfarrer. Beim Fußballspiel vollzieht sich ein ähnliches Ritual mit dem Vorstellen der Mannschaften, dem Gesang der Nationalhymne und dem Anpfiff durch den Schiedsrichter.