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Hausbesitzer brauchen Energieausweis

DORSTEN Für die Besitzer von alten Immobilien wird es jetzt ernst: Vermieten oder verkaufen sie ab 1. Juli Häuser oder Wohnungen, die vor 1965 fertig gestellt worden sind, müssen sie einen Energieausweis vorlegen, der zehn Jahre gültig ist.

von Von Michael Klein

, 16.06.2008
Hausbesitzer brauchen Energieausweis

Kilian Zens ist der Energiespezialist der Verbraucherberatung und wird bei einem Infoabend am 24. Juni über Energieausweise informieren.

Die Verbraucherzentrale Dorsten und insbesondere ihr Energieberater Kilian Zens haben eine Menge Informationsmaterial zur Ausweiskunde zusammengetragen: Flyer und ein Beratungsbuch, das zum Preis von 4,90 Euro in den Räumen der Verbraucherzentrale an der Julius-Ambrunn-Straße erhältlich ist. Dazu eine Liste der Energieberater in Dorsten, die Ausweise ausstellen können und offiziell von der Deutschen Energieagentur (Dena) und dem Bundesamt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zertifiziert worden sind. „Denn es gibt keine Qualifizierungsliste“, sagt Verbraucherberaterin Ruth Pettenpohl und warnt davor, auf Ausweisschnäppchen aus dem Internet zurückzugreifen.

Wichtige Daten fehlen in Sonderangeboten

Denn in diesen Sonderangeboten fehlen oftmals wichtige Daten - und das kann für die Vermieter oder Verkäufer teuer werden. Denn nicht nur, wenn ein Energieausweis nicht vorgelegt werden kann, droht eine Ordnungsstrafe bis zu 15 000 Euro. Haften muss auch der, der falsche Angaben gemacht hat. Zwei Arten von Energieausweisen gibt es: den teuren „Bedarfsausweis“, der den theoretischen Energiebedarf eines Gebäudes auflistet und dessen Daten gebäudebezogene Modernisierungsvorschläge enthalten. Und die günstige Variante, den Verbrauchsausweis. „Dieser wird auf Grundlage von Verbrauchsmessungen der letzten drei Monate erstellt und gibt deswegen wenig Auskünfte über den energetischen Zustand des Gebäudes“, so Kilian Zens.

Bedarfsausweis für Häuser

Ab 1. Oktober gilt übrigens für Häuser bis vier Wohneinheiten nur der Bedarfsausweis. Besitzer größerer Wohneinheiten haben Wahlfreiheit, und das wollen die großen Wohnungsbaugesellschaften nutzen, wie Ruth Pettenpohl erfuhr: „Die lassen sich den günstigen Pass ausstellen.“ Was die Verbraucherberaterin im Übrigen als kontraproduktiv ansieht: „Es soll doch vor allem darum gehen, den CO2-Ausstoß zu minimieren und Hausbesitzer dazu zu bringen, energiewirksam zu modernisieren.

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