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Hunderte Hummeln liegen tot unter Dorstener Linden

Insektensterben

Hunderte Insekten verendeten auf dem Friedhof an der Plaggenbahn. Warum? Niels Ribbrock von der Biologischen Station erklärt.

Hardt

, 26.06.2018
Hunderte Hummeln liegen tot unter Dorstener Linden

Unter der großen Linde auf dem Friedhof an der Plaggenbahn liegen Hunderte tote Hummeln. © Jennifer Riediger

Auf dem Friedhof an der Plaggenbahn muss man schon aufpassen, wo man hintritt, wenn man keine sterbenden Hummeln platttreten will. Hunderte der großen Insekten liegen dort rund um die große Linde nahe des Eingangs auf der Erde. Manche versuchen sich noch aufzurappeln. Die meisten sind bereits tot. An anderen Ecken der Stadt bietet sich dasselbe Bild, berichtet ein Bewohner der Hardt.

Liegt nicht an schädlichen Stoffen

Das massenhafte Hummelsterben liegt allerdings nicht daran, dass dort schädliche Stoffe an den dortigen Pflanzen eingesetzt wurden. Niels Ribbrock von der Biologischen Station in Lembeck erklärt, dieses Phänomen komme vor allem an Linden vor. „Linden blühen spät und gehören zu den letzten Pflanzen, an denen Hummeln noch Nahrung finden“, sagt Ribbrock.

Die Konkurrenz sei groß, viele Tiere streiten sich dort um den Nektar. Weil nicht genug für alle da ist, verhungern die Insekten – das sei jedenfalls der aktuelle Kenntnisstand der Wissenschaftler, erklärt Ribbrock.

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Warmes Frühjahr

„Durch das trockene und warme Frühjahr hatten vor allem Wespen und Hummeln gute Karten“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer der Biostation. Deshalb gebe es möglicherweise mehr von ihnen als in anderen Jahren.

Ungewöhnlich sei aber der Zeitpunkt des Hummelsterbens: „Eigentlich ist das ein Phänomen, das in Juli und August auftritt“, sagt Ribbrock: „Jetzt fällt es relativ früh auf. Aber die ganze Pflanzenwelt, auch die Obsternte, ist in diesem Jahr früh dran.“