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Mit alten Menschen auf Tuchfühlung

DORSTEN Für Emina Kujundzic sind die Senioren im Altersheim eine Art „Oma- und Opa-Ersatz“. Die echten Großeltern der 16-Jährigen leben nämlich in Bosnien: „Die sehe ich nur einmal im Jahr.“

von Von Michael Klein

, 13.06.2008
Mit alten Menschen auf Tuchfühlung

Sammelten erste Erfahrungen in ehrenamtlicher Arbeit: Die Schülerinnen der Bonhoeffer-Schule.

Emina geht zur Bonhoeffer-Hauptschule und nimmt als eine von fünf Schülerinnen an einem ganz besonderen halbjährigen Projekt teil. Die Dorstener Agentur für Ehrenamt hat nämlich Schülerinnen und Schüler gesucht, die sich im sozialen Bereich ehrenamtlich engagieren und in Seniorenzentren der Stadt eingesetzt werden wollten.

„Damit soll die soziale Kompetenz der Schüler gestärkt werden“, sagen Monika Werk von der Ehrenamts-Agentur und Peter Diskstra, der Schul-Sozialarbeiter. Die Teilnehmerinnen erhalten ein Beiblatt zum Zeugnis und ein Zertifikat über die Teilnahme, wichtig für den Lebenslauf. Denn alle fünf Schülerinnen wollen später einen sozialen Beruf ergreifen.

„Ich wusste gar nicht, dass alte Menschen so lustig sein können“, sagt Mandy Schulte (14). Sie geht gerne mit den Senioren spazieren. Verena Przytulla spielt gerne mit ihren alten Leuten: „Mensch, ärgere Dich nicht. Und dabei sind selbst die über 90-Jährigen noch ganz schön fit.“

Spannende Erzählungen

Abira Gobi (14) ist einer 86-Jährigen im Seniorenzentrum am Südwall zugeteilt. Die Schülerin findet es spannend, dass die Seniorin „so viel von früher erzählt“. Auch Sila Yilmaz (15) ist ganz begeistert davon, dass sie einmal die Woche für zwei Wochen im Altenheim aushelfen darf. „Das ist nie langweilig und meine Freundinnen finden es auch gut, dass ich so etwas mache.“ Im kommenden Jahr soll sich die nächste Gruppe der Bonhoeffer-Schule für das Gemeinwohl einsetzen. „Dann wollen wir auch spannenden Betätigungsfelder für die Jungs anbieten“, sagt Marion Werk.

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