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Starthilfe für den Sprung in ein neues Leben

Caritas berät Suchtkranke / Jahresbericht

24.05.2007

Dorsten Erfahrungsberichte, Projektbeschreibungen und jede Menge Statistik: Die Caritasverbände Dorsten und Haltern haben gestern ihren Jahresbericht für den Bereich Suchtberatung und Behandlung vorgelegt. Karl-Heinz Berse, Fachbereichsvertreter, und sein Kollege aus Haltern, Hartmut Giese, haben das 20 Seiten starke Dokument in den Räumen der Caritas präsentiert. Demnach haben 2006 insgesamt 708 Personen (im Vorjahr 759) die Suchtberatungsangebote der Caritasverbände in Anspruch genommen. Wie in der Vergangenheit waren es insbesondere Alkoholiker, die Hilfe im Kampf gegen die Droge gesucht haben. Auffällig: Zwei Drittel dieser Gruppe setzt sich aus Männern zusammen. Die Caritas weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass die Zahlen aus dem Jahresbericht keinesfalls repräsentativ sind. So wenden sich kaum Menschen, die mit Medikamentensucht kämpfen, an die Berater. Gesamtgesellschaftlich betrachtet ist diese Form von Abhängigkeit aber ein großes Problem. Karl-Heinz Berse erklärt die Diskrepanz zwischen so: «Bei Alkoholmissbrauch kommt viel mehr Rückmeldung aus dem Umfeld, wenn die Leute zum Beispiel mit einer Fahne zur Arbeit gehen. Medikamentensucht ist dagegen viel unauffälliger.» Aus dem Jahresbericht geht außerdem hervor, dass insbesondere die Altersgruppe der 40- bis 49-jährigen die Hilfsangebote der Caritas in Anspruch nimmt. Im Anbetracht der Medienberichterstattung über Jugendliche «Koma-Trinker», Flatrate-Partys und Binge Drinking bei Minderjährigen erscheint das auf den ersten Blick merkwürdig. Doch auch hier hat Fachbereichsvertreter Berse eine Erklärung parat: «Die kommen erst, wenn ein Leidensdruck entsteht. Also, zehn, 15 Jahre später.» Für ihn ist jedoch klar: «Wir beobachten definitiv, dass sich das Trinkverhalten bei Jugendlichen verändert hat.» Um präventiv einzugreifen, gehen die Caritasverbände in Schulen und Jugendzentren. Hartmut Giese aus Haltern hat sogar Elternnachmittage in Kindergärten organisiert. Denn: «Wenn Eltern ihre Kinder stark machen, ist das eine sehr gute Prävention.» ah Mehr Informationen bei Karl-Heinz Berse vom Caritasverband Dorsten (Westgraben 18), Tel. (02362) 91 87 30.

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