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Treffen für ehemalige Geschwister-Scholl-Schüler geplant

Ehemaligentreffen

Damit die Dorstener Geschwister-Scholl-Schule nach dem Umzug nicht sang- und klanglos in den Geschichtsbüchern verschwindet, will ein ehemaliger Absolvent nun eine Feier auf dem Schulgelände veranstalten. Alle ehemaligen „Schollis“ sind eingeladen.

Dorsten

, 11.05.2018
Treffen für ehemalige Geschwister-Scholl-Schüler geplant

Peter Büning plant ein Ehemaligentreffen. © Foto: Michael Klein

Eine offizielle „Abschiedsfeier“ anlässlich des in den Sommerferien geplanten Umzugs der Geschwister-Scholl-Schule zur Marler Straße haben Schulleitung, Eltern und Schüler nicht geplant. „Das ist jammerschade, die Schule darf doch hier vom Nonnenkamp nicht einfach sang- und klanglos verschwinden“, meint Peter Büning. Und deshalb sorgt der Gahlener, Absolvent des Jahrgangs 1986 der katholischen Bekenntnishauptschule, ganz allein und privat dafür, dass interessierte Ehemalige gemeinsam in Erinnerungen an alte Schulzeiten schwelgen können.

Für Getränke und Grillfleisch ist gesorgt

Am 30. Juni (Samstag) zwischen 11 und 16 Uhr lädt er alle „Ex-Schollis“ auf den Schulhof und in die Aula der Schule ein. „Anmeldungen sind nicht erforderlich“, sagt er. Es wird kein großes Programm geben. „Die 1. Kompanie der Hardter Schützen wird aber für Getränke und Grillfleisch sorgen“, so der Initiator. Und da auch Schulleiter Dirk Börger und der Hausmeister anwesend sein werden, hat jeder Besucher die Möglichkeit, sein altes Klassenzimmer während einer Führung zu besichtigen.

„Viel hat sich hier in den Jahrzehnten nicht verändert“, weiß der Gahlener, der die Schule nach der 10. Klasse mit dem Realschulabschluss verlassen hatte. In den vergangenen Jahren ist er öfter in den Schulräumen zu Gast gewesen – als Personalleiter des Elektro-Montage-Unternehmens JC Eckardt im Gewerbegebiet Barbarastraße hat er im Auftrag des Dorstener Vereins „MyJob“ so manches Bewerbungstraining für die Hauptschüler abgehalten.

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Die Geschwister-Scholl-Schule, benannt nach den von den Nazis hingerichteten Widerstandskämpfern Hans und Sophie Scholl, wurde zum Schuljahr 1973/1974 als Neubau in Betrieb genommen. Ihre Vorläuferin war die damaligen Agatha-Volksschule. „Wenn jetzt nach den Ferien die Agatha-Grundschüler ins Gebäude kommen, schließt sich also ein Kreis“, sagt Peter Büning.

Wie viele Schüler hier in den 45 Jahren die Schulbank gedrückt haben, kann er nur vermuten: „Ein paar Tausende werden es schon sein.“ Der Organisator geht davon aus, dass er 250 bis 300 von diesen beim Ehemaligentreffen begrüßen kann.

Vor zwei Jahren hat er zu seinem 30-jährigen Stufen-Entlassjubiläum bereits ein erfolgreiches Wiedersehen auf die Beine gestellt. „Die damals dabei waren, werden sicher alle wieder kommen.“ Und auch ein paar der alten Lehrer erwartet er.

Viele Erinnerungen


An seine Schulzeit hat der aus Dorsten stammende Peter Büning gute Erinnerungen: „Es gab eine humane Erziehung, uns wurde auch abseits des Unterrichts vieles als Basis mitgegeben, was man charakterlich im Leben so braucht.“ Gern denkt er an das Fach Geschichte mit dem damaligen Schuldirektor Franz Heckmann zurück. „Er hatte die Nazizeit und den Zweiten Weltkrieg selbst miterlebt und deshalb immer versucht, seine Schüler im Sinne der Schulnamensgeber zu unterrichten.“

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