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Würden Sie eingebürgert werden?

KIRCHHELLEN Würden Sie eingebürgert werden? Diese Frage stellten wir den Kirchhellenern. Mit Hilfe von 20 Fragen aus dem Einbürgerungstest, der demnächst allen Einbürgerungswilligen gestellt werden soll.

von Von Yvonne Dziabel

, 23.06.2008
Würden Sie eingebürgert werden?

Nicht nur Torsten Böke raufte sich bei unserem Test die Haare.

In welcher Stadt hat das Europäische Parlament seinen Sitz? Wie viele Bundesländer hat Deutschland? Wann wurde die Bundeswehr gegründet? Hätten Sie es gewusst? Einige der Befragten hatten durchaus ihre Schwierigkeiten. Durchschnittlich 15,6 Antworten unserer Testkandidaten waren richtig. "Ich halte davon prinzipiell nicht viel", meinte Bezirksverwaltungsstellenleiter Hans Schmidt. "Ein solcher Test führt nicht zu einem besseren Verständnis unserer Kultur oder zur Integration. Man sollte die Deutschkenntnisse abfragen oder praktische Dinge. Etwa, an welche Behörden man sich wenden kann." Sein Kollege Magnus Thesing nickte: "Wenn ich in ein anderes Land eingebürgert werden will, muss ich selbst Interesse zeigen. Ich würde mich mit der Geschichte und der Politik beschäftigen, weil ich ja wissen will, in welches Land ich gehe."

"Ich finde, Einbürgerungswillige sollten sich den Lebensgegebenheiten anpassen und Deutsch lernen", meinte Susanne Breit. Sie hatte sich gemeinsam mit ihrem Mann Jochen und ihrer Tochter Ann-Christine an die Fragen gemacht. "Gewisse Grundkenntnisse sollte man mitbringen. Aber die Fragen sind zum Teil echt schwer und ich möchte wetten, dass viele Deutsche ihn nicht beantworten könnten", meinte Jochen Breit. Die Lösung? "Einfach alles auswendig lernen", grinste Ann-Christine.

"Rein bürokratisch"

Bürgermeister Hans Schürmann: "Die Messlatte bei diesem Test ist sehr hoch gelegt. Ich gehe davon aus, dass viele Menschen mit durchschnittlicher Allgemeinbildung nicht alle Fragen beantworten können. "Grundsätzlich bin ich dafür, dass man sich mit der Kultur des Landes auseinandersetzt, aber das darf nicht rein bürokratisch von statten gehen."

Torsten Böke raufte sich bei den Fragen buchstäblich die Haare. "Ich bin überrascht, wie viel ich noch aus meinem Geschichts-LK behalten habe", meinte der Student der angewandten Automatisierungstechnik. "Ich finde es gar nicht schlecht, dass sich Neubürger einem Test unterziehen sollen. Allerdings gehen einige Fragen viel zu tief ins Detail."  

Wollen Sie sich selbst testen? Hier die Fragen:

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