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Abschied mit den All Stars

Beim ersten Bundes-Weltmusikfestival «Creole 2007» waren alle Gewinner

22.05.2007

So bunt und überraschend wie die drei Wettbewerbstage beim Bundes-Weltmusikfestival «Creole» war auch das Preisträgerkonzert am Sonntag im Jazzclub. Und es hat auch gezeigt: Dieser Wettbewerb hatte nicht nur drei, sondern 21 Gewinner - obwohl wie berichtet nur «Ahoar» aus Bonn, «Äl Jawala» aus Freiburg und «Ulman» aus Leipzig und Halle den «Creole» und je 3000 Euro Preisgeld in Empfang nehmen durften. Eine Überraschung hatte die Arbeitsgemeinschaft Creole für das Abschlusskonzert organisiert: Statt der drei Siegerbands spielte eine «All Star Gruppe» mit Teilnehmern aus allen am Wettbewerb beteiligten Gruppen eine bunte Revue - im ausverkauften Saal, wie an jedem Festivaltag. Eine Brassband zog das Publikum von der Hansastraße durch das Café ins unterer Foyer. Dort warteten auf der Treppe Didgeridoo-Spieler, mongolische Kehlkopfsänger und ein Alphornbläser, der sein Instrument so gerade auf dem Treppengeländer ausstrecken konnte. Weiter ging's mit fröhlicher Tuba-Musik in den Saal, und dort - im Dunkeln - spielten leise Streicher ihre meditative Musik, eine Sängerin stimmte sehnsuchtsvolle Melodien an bis ein Trompeter überleitete zu karibischen Klängen und ausgelassener Salsa. Ein großes internationales Orchester mit Instrumenten, die man in dieser Zusammenstellung wohl nicht wieder hören wird, sorgte für den Höhepunkt des Festivals, das auch den Generationen- und Stilwechsel in der Weltmusik gezeigt hat: Gewonnen haben die jungen, druckvollen Bands, die sich selbstbewusst präsentierten, die die größte Ausdrucksfreiheit gezeigt und einen neuen «World Sound» kreiert haben. Und manchmal - wie im Fall von «Ulman» - dafür auch neue Instrumente wie die Ulman-Trommel erfunden haben. Der Jazzclub domicil hat sich mit dem perfekt organisierten, vom Publikum begeistert gefeierten Wettbewerb, der erstmals in Dortmund stattfand, einen guten Namen gemacht. Noch nicht einmal in Berlin gäbe es ähnlich gute Räume, lobten die Teilnehmer aus der Bundeshauptstadt. Sie haben sich wie alle Bands und das Publikum sehr wohl gefühlt in dem bunten Völkchen aus (fast) der ganzen Welt. JG

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