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Anwohner wollen Heimbau mit allen Mitteln verhindern

Kritik an evangelischer Kirche

25.05.2007

Wellinghofen Die Anwohner der Wellinghofer Amtsstraße wollen den Bau eines Wohnheims für psychisch Kranke neben dem evangelischen Kindergarten verhindern: «Wir werden alle Rechtsmittel ausschöpfen und zur Not auch klagen», kündigte Wilhelm Schwick an. Aus seiner Sicht sei der Wohnheim-Bau für psychisch Kranke «gesellschaftspolitisch nicht in Ordnung», weil Kinder mit einer solchen Einrichtung nicht umgehen könnten. Der evangelischen Kirche wirft der Anwohner vor, das Projekt «beinhart» durchsetzen zu wollen. Mit der Bibel in der Hand verfolge die Gemeinde ausschließlich «monetäre Interessen». Schwicks Nachbar Ralf Krüger ist vor anderthalb Jahren an die Wellinghofer Amtsstraße gezogen - auch wegen der Nähe zum Kindergarten, den seine Tochter später einmal besuchen sollte. «Unter diesen Voraussetzungen sehe ich das jetzt anders. Irgendwo muss es so eine Einrichtung hin, aber nicht neben einem Kindergarten», begründet er seinen Widerstand. Misstrauisch betrachtet Wilhelm Schwick nicht nur das «unsägliche Vorgehen» der Kirche, sondern auch die «aus Aplerbeck bereits bekannte Salamitaktik» des LWL, wo die Behörde «scheibchenweise» die Anwohner vor Tatsachen stelle. Schwick blickt in die Zukunft: «In fünf Jahren wird es den Landschaftsverband unter Umständen nicht mehr geben - und was passiert dann?» Zudem müssten die Erzieherinnen jetzt Angst um ihren Arbeitsplatz haben, weil Eltern ihre Kinder dort nun nicht mehr anmelden würden. Ein Gedanke, mit dem sich auch Pfarrer Wolfgang Buchholz bereits befasst hat. «Wir können nur hoffen, dass möglichst viele Eltern in dem Heim keine Bedrohung sehen. Dieser Kindergarten ist weiterhin eine gute Adresse.» - «Unsere Kinder wissen mit Behinderungen umzugehen», sagte er über die Arbeit des integrativen Kindergartens. Marion Edelhoff vom Elternrat des Kindergartens kritisierte, dass der Landschaftsverband die Eltern bei einem Gespräch am Montag teilweise unverständlich informiert habe. Die Bedenken vieler Eltern hätten deshalb nicht aus dem Weg geräumt werden können. ban

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