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Der alte Marktplatz soll ein echtes Schmuckstück werden

Alter Markt in Eving wird umgestaltet

Die Pläne für die Umgestaltung des momentan weitgehend ungenutzten Geländes am alten Markt reichen von Teilbebauung bis zur Erholungsoase. Der Freizeitwert soll aber auf jeden Fall eine große Rolle spielen.

Eving

, 08.06.2018
Der alte Marktplatz soll ein echtes Schmuckstück werden

Der hier rot eingezeichnete Bereich wird komplett überplant. In Eving könnte so künftig ein hochwertiger Treffpunkt für alle Generationen entstehen. © Klose

Auf einmal scheint am ehemaligen Evinger Marktplatz alles möglich. Gingen viele Bürger bislang von einer überschaubaren Attraktivitätssteigerung mit Bänken und Pflanzenkübeln aus, besitzt das Areal im Rahmen des Nordwärts-Projektes tatsächlich einen stattlichen Stellenwert – und zwar auf beiden Seiten der Bayrischen Straße. Denn auch die Grünfläche mit Spielgeräten gegenüber des Marktplatzes soll in die Planungen mit eingebunden werden. Von Teilbebauung bis Erholungsoase reicht die Palette der Perspektiven, wobei eines Priorität besitzt: Es soll ein Ort der Zusammenkunft entstehen.

Bei einem Rundgang über das Areal informierten Alexandra Caetano und Raimund Stüssel vom Stadtplanungsamt am Mittwochabend Bürger und Politiker über die Zukunft des momentan wenig attraktiven Geländes. Und dabei erfuhren die Teilnehmer, dass es jede Menge Ideen gibt – aber noch keinen konkreten Plan. Die Gestaltung wird letztlich durch einen Wettbewerb entschieden, an dem verschiedene Planungsbüros teilnehmen. Und im Vorfeld die Bürger.

Das Gelände

Da neben dem ehemaligen Marktplatz zwischen Deutscher und Bayrischer Straße auch das Spielplatz-Gelände gegenüber überplant werden könnte, stehen insgesamt mehr als 5000 Quadratmeter Fläche für das Projekt zur Verfügung.

Der Marktplatz

Wie dieses Areal künftig aussehen soll, darüber gehen die Meinungen auseinander. „Eigentlich hätten wir gerne eine Bebauung des Platzrandes“, teilte Raimund Stüssel bei der Begehung mit. Dabei könne es sich eventuell sogar um das gestalterische Highlight handeln, „aber dafür gibt es ja den Wettbewerb“. Auch Bezirksbürgermeister Oliver Stens kann sich eine Bebauung im vorderen Bereich und dahinter ein Freizeitareal vorstellen: „Wenn etwas gut ist, kommen die Leute auch.“

Ein Anwohner befand indes: „In dieser Gegend ist schon genug bebaut, das muss nicht auch noch hier sein.“ Eine Evingerin empfahl, im hinteren Bereich des Platzes auf jeden Fall markierte Parkplätze vorzuhalten – unter anderem für Gastronomie, Praxen und Geschäfte. Eine andere Teilnehmerin sprach sich für eine „schöne Grünanlage mit Springbrunnen oder Fontänen, die aus dem Boden kommen“, aus.

Der Spielplatz

Der Spielplatzbereich müsse nicht zwingend in die Planungen mit einbezogen werden, erläuterte Alexandra Caetano, „aber wir wollen ihn auf jeden Fall in den Ring werfen“. Ihr Kollege Raimund Stüssel empfahl, die Spielgeräte zu überdenken – baulich wie konzeptionell.

In diesen Prozess sollten auch Kinder einbezogen werden. Momentan sei der Zaun rund um den Spielplatz zwar noch wichtig, doch eine Öffnung sei – je nach Konzept – denkbar. Außerdem könnte sich Stüssel eine erweiterte Nutzung vorstellen: „Hier gibt es viel Fläche – eventuell auch für andere Altersgruppen.“ Eines war Oliver Stens jedoch wichtig: „Einen Spielplatz wird es auch künftig geben.“

Die Bürgerbeteiligung

Bei „Wir in Eving“ konnten die Bürger am Sonntag an einem eigens dafür aufgestellten Stand bereits ihre Ideen für die Gestaltung des Platzes abgeben – schriftlich oder mündlich. „Elemente wie Wasser oder Außengastronomie wurden dabei besonders oft genannt“, berichtete Alexandra Caetano, „die Bürger möchten dort nett sitzen und ihre Kinder spielen lassen; außerdem soll es eine generationenübergreifende Gestaltung geben.

Vor allem ältere Menschen möchten dort sitzen und das Geschehen beobachten können. Dort soll man andere Leute treffen – das ist ein Hauptbestandteil der Vorschläge.“ Häufig hätten die Bürger auch darauf hingewiesen, dass dort auf die Ordnung geachtet werden müsse, damit der Ort über eine lange Zeit schön bleibt. Neben Kleingastronomie sei eine Eisdiele ein vielfacher Wunsch gewesen, erläuterte Stüssel: „Es besteht ein Verlangen nach urbaner Qualität.“

Der Wettbewerb

Vier Planungsbüros seien ausgewählt worden, zwölf weitere hätten sich in einem vorgeschalteten Wettbewerb durchgesetzt, sagt Stadtsprecher Frank Bußmann. Die eingereichten Pläne werden von einer Fachjury aus Politik, Bürgern und Verwaltung unter die Lupe genommen. „Ende des Jahres gibt es dann Ergebnisse“, so Alexandra Caetano, „die bis Ende Januar 2019 vorgestellt werden.“

Die Kosten

Wie lange die Umbaumaßnahme andauert und wie teuer sie wird, vermag noch niemand zu sagen. Aus gutem Grund: Keiner weiß derzeit, wie umfangreich die Umgestaltungsmaßnahmen sein werden. Ein Teil der Kosten komme aus dem städtischen Haushalt, sagt Stadtsprecher Bußmann, ein anderer aus dem Nordwärts-Budget. Auch bürgerschaftliche Eigenleistungen kämen eventuell hinzu; zum Beispiel, „wenn ein Verein auf dem Areal etwas machen möchte“. Außerdem sollen möglichst Fördermittel generiert werden.

Die Vorschläge der Evinger Bürger sollen auf jeden Fall in die Gestaltung des ehemaligen Marktplatzes einfließen. Am morgigen Samstag (9. 6.) gibt es um 11 Uhr eine weitere Führung über den Platz. Auch dabei kann man Vorschläge abgeben.
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