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Dortmund-Barometer: Langemeyer und SPD verlieren Stimmen

DORTMUND Wenn schon am Sonntag und nicht erst im Juni 2009 Kommunalwahlen wären, würden nur noch 34 Prozent der Wahlberechtigten Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer erneut ihre Stimme geben. Auch die SPD würde nur noch von 34 Prozent gewählt und liegt jetzt gleichauf mit der CDU. Diese Ergebnisse liefert eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts, die das Bürgerforum Phoenix zum zweiten Mal in Auftrag gegeben hat.

von Von Gaby Kolle

, 19.06.2008
Dortmund-Barometer: Langemeyer und SPD verlieren Stimmen

Im Visier der Demoskopen stehen Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer (r.) und der Rat.

Die SPD verliert damit gegenüber letzten März zwei Prozent, die Christdemokraten gewinnen ein Prozent dazu. Die Grünen erreichen bei der Sonntagsfrage, welche Partei bei einer Kommunalwahl aktuell die Zustimmung der Befragten bekäme 14 Prozent  (+1%). FDP, Linke und Sonstige bleiben bei sechs Prozent.

Eine erneute Kandidatur Langemeyers befürworten wie schon bei der ersten Umfrage im März nur 37 Prozent. Unter den SPD-Anhängern sind es 57 Prozent (im März waren es noch 59 Prozent).

60 Prozent trauen keiner der  Parteien Lösungen zu 

Zu den zentralen Erkenntnissen der Telefonbefragung von 1002 Dortmundern  vom 10. bi s 13. Juni gehört, dass 60 Prozent der Wähler keiner der Parteien eine Lösung der Probleme zutrauen. Die größten Sorgen machen sich die Wahlberechtigten  um die Arbeitslosigkeit  (31 %), um Verkehrsprobleme (27 %), Stadtplanung (18 %) und das Klinikum (9 %).

Dem entsprechen auch die Antworten auf die Frage, welche Themen im Wahlkampf die wichtigste Rolle spielen werden: 45 % aller Dortmunder sagen, die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit von 14 %  werde ihre Entscheidung bei der Kommunalwahl in hohem Maße beeinflussen. Die Armut der Stadt ist für 36 % bei der Wahlentscheidung von Bedeutung, die Bargeld-Affäre im OB-Büro für 32 %, die finanzielle Schieflage des Klinikums für 31 % und die wachsende Verschuldung der Stadt für 29 %.

Streit um Flughafen nur untergeordnet

Der Streit um den Flughafen  spielt mit 12 % dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Die Politik könne sich durch diese Bewertung ermuntert fühlen, notwendige Entscheidungen zur Zukunft des Flughafens zu treffen, erklärte Bodo Harenberg vom Bürgerforum.

Die Zahlen könnten nur als Stimmungsbild, noch nicht als Prognose für den Ausgang der Kommunalwahl gewertet werden, betonte Forsa-Chef Manfred Güllner. 71 Prozent der Befragten wollen zur Wahl gehen, doch nach den Erfahrungen sei  die Wahlbeteiligung immer niedriger und dürfte damit deutlich unter 70 Prozent liegen, so der Forsa-Chef. Das Bürgerforum Phoenix  will die Umfrage quartalsweise bis zur Kommunalwahl im Juni 2009 fortführen. Die vollständigen Umfrage-Ergebnisse gibt's unter www.buergerforum-phoenix.de.

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