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"Echt, sind da Schilder?!

Der Verkehr auf der B1 hat nachgelassen, als gut 20 Polizisten das seit dem 6. Februar geltende Nachtfahrverbot für Lkw kontrollieren. Es ist kurz nach 22 Uhr, dunkel und bitter kalt.

15.02.2008

"Echt, sind da Schilder?!

<p>Alles in Ordnung: Trucker Klaus Müller muss seinen LKW in Dortmund abladen. Er darf weiterfahren. Foltynowicz</p>

Nur wer in einem Radius von 75 Kilometern be- oder entlädt, darf zwischen 22 und 6 Uhr über die B1. Und so werden um 22.40 Uhr die ersten drei Lkw auf den Parkplatz vor der Westfalenhalle gewunken. Ein Franzose, ein Niederländer und ein Brummi mit Berliner Kennzeichen - anhand der Nummernschilder sortieren die Beamten aus, wer in besagtem Radius wohl Ladung aufgenommen oder zu entladen hat. Den Niederländer erwischt es. "Echt, da sind Schilder? Die habe ich nicht gesehen."

Huib Smits kommt von der niederländischen Küste und will nach Soest. Ein Stau in Duisburg hat ihn bereits eine Stunde gekostet - und jetzt 20 Euro. So viel kostet die Missachtung des Nachtfahrverbotes. "Ohne den Stau wäre ich längst durch Dortmund", sagt der Holländer und hofft "dass mein Chef das Ticket bezahlt".

Die Beamten erzählen, dass das Lkw-Aufkommen deutlich nachgelassen habe. Es scheint zu stimmen, nach den ersten fünf Lkw dröhnt nur noch der Stromgenerator, der für Licht sorgt. Eine Zigarettenlänge später kommen wieder vier, fünf Fahrzeuge.

Uwe Schmitt hört nach der Erklärung des Beamten nur noch, wie seine EC-Karte durch das Scheckkarten-Lesegerät gezogen wird. Weitere 20 Euro. "Der Weg ist kürzer, die Schilder habe ich nicht gesehen", gibt der Brummi-Fahrer zu, der von Antwerpen kommend Richtung Thüringen ist.

Die Mehrheit der Trucker nimmt die Kontrolle gelassen, ein Pole versucht vergeblich zu handeln, und Klaus Müller aus dem Westerwald erklärt in Seelenruhe, wo sein Ziel liegt. "Also", sagt der 53-Jährige mit dem roten Käppi, "Ich muss auf der B1 hinter der Tankstelle abfahren, am Stoppschild links, dann kommt die Autogastankstelle. Ich bin also Anlieger." Trucker Klaus darf weiter. RM

Bilanz der Polizei: Von 108 LKW-Fahrern mussten elf wegen des Verstoßes gegen das Nachtfahrverbot 20 Euro zahlen.

"Echt, sind da Schilder?!

<p>Alles in Ordnung: Trucker Klaus Müller muss seinen LKW in Dortmund abladen. Er darf weiterfahren. Foltynowicz</p>

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