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Ein Meister des Tons

Eliot Fisk gastierte im Domicil

15.05.2007

Sein Lehrer, der legendäre Gitarrist Andrés Segovia, nannte ihn einen ?der brillantesten, intelligentesten und begabtesten Künstler unserer Zeit.? Der vielfach ausgezeichnete Gitarrist Eliot Fisk spielte am Sonntagabend zum Abschluss des Gitarrenmusik-Festivals zum zehnjährigen Bestehen der Reihe ?Gitarrenmusik im Torhaus Rombergpark? im Domicil. Neben südeuropäischen Komponisten wie Turina, Scarlatti und Albeniz standen Werke von Bach und Paganini für Solo-Violine auf dem Programm, deren Transkriptionen ihm bereits weltweite Beachtung zu Teil werden ließen. Joaquin Turinas ?Fantasia Sevillanas? begann expressiv und virtuos: Jedem Element verlieh Fisk eigenen Charakter, hob die einzelnen Stimmen inhaltlich voneinander ab. Mit Nachdruck zeichnete er den Hintergrund, schraffierte die Akkorde, vor denen die Führungsfolgen umso strahlender, wie modelliert, hervortraten. Minimale Unsauberkeiten im Griff und bei den schnellsten Läufen changierten zwischen kalkulierter, malerischer Unschärfe und Tribut an den schillernden Gesamtausdruck. Höchst individuell und ansatzweise hermetisch, beanspruchte sein Spiel weitgehende Bereitschaft zur Anteilnahme vom Publikum. Einzelne Passagen aus Scarlattis Sonaten kamen enorm stürmisch daher, ächzten unter der rigorosen Gestaltungskraft des Amerikaners ? doch umso erhabener der Kontrast zu den fein konturierten, lyrischen Melodiebögen. Die folgende Prelude (BWV 999) und die Ciaccona (BWV 1004) in d-Moll von J.S. Bach machten deutlich, warum Eliot Fisk für diese Bearbeitungen berühmt wurde. Jenseits interpretativer Annäherung hat er die Komposition intellektuell und künstlerisch durchdrungen, sich ihrer bemächtigt. Die halsbrecherisch schnellen Arpeggien, mit kristallener Präzision gespielt, und die nur wenig langsameren, im Ausdruck vollendeten Passagen gingen in farbenprächtigem Wechsel ineinander über. tag

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