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Flughafen: SPD-Chef Prüsse will Ratsbürgerentscheid

DORTMUND SPD-Fraktionsvorsitzender Ernst Prüsse will nun die Bürger über eine mögliche Verlängerung der Betriebszeiten am Flughafen entscheiden lassen. Er könne sich parallel zur Kommunalwahl 2009 einen Ratsbürgerentscheid zu diesem Thema vorstellen, erklärte er am Samstag im RN-Gespräch.

von Von Andreas Schröter

, 15.06.2008
Flughafen: SPD-Chef Prüsse will Ratsbürgerentscheid

Geht die Sonne für den Flughafen eher auf oder unter? Die Airport-Macher selbst blicken eher trübe in die Zukunft.

Bekanntlich hatte der Billigflieger easyJet in der vergangenen Woche angekündigt, ab dem Winterflugplan die Hälfte seiner Dortmund-Flüge zu streichen. Begründung dafür waren auch die kurzen Betriebszeiten. In diesem Zusammenhang hatte easyJet-Chef John Kohlsaat auch das zögerliche Verhalten der Dortmunder Politik kritisiert.

Prüsse dazu: „Wir stehen zu unserer Vereinbarung mit den Grünen, in der laufenden Wahlperiode die Betriebszeiten nicht anzutasten, aber wir müssen auch über 2009 hinaus denken. Der Flughafen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt.“ Ein solcher Ratsbürgerentscheid sei dann für die nächsten zwei Jahre bindend. „In einer modernen Gesellschaft muss so etwas möglich sein“, so Prüsse.

2,1 Millionen Passagiere in 2007

Unterdessen legte der Flughafen bei seiner Aufsichtsratssitzung am Freitag Zahlen vor: Demnach verzeichnet der Flughafen im Jahre 2007 gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 135.000 auf insgesamt 2,1 Millionen Passagiere. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 21,4 Millionen Euro. Das Defizit verringerte sich im Vergleich zu 2006 von 21,3 Millionen Euro auf 19,9 Millionen Euro. Dennoch sei der Blick wegen des Falles easyJet auf das Jahr 2008 eingetrübt, so hieß es in einer Airport-Pressemitteilung vom Samstag.

Knallharter Luftverkehrsmarkt

Und: „Um in einem knallharten Luftverkehrsmarkt bestehen zu können, brauchen wir insbesondere die verlängerten Betriebszeiten sowie die Verlängerung der Start- und Landebahn“, so Flughafen-Chef Manfred Kossack. Dortmund könne es sich auf Dauer nicht leisten, die schlechtesten Regelungen in Nordrhein-Westfalen zu haben.

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