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Friedensplatz: Trauer und Frust bei den Fans

DORTMUND Sie hofften. Sie bangten. Sie fieberten mit der deutschen Elf. Über 15.000 Fans verwandelten den Friedensplatz erneut in einen Hexenkessel. Nach 90 Minuten trauerten sie, spendenten aber auch Applaus für die DFB-Elf.

von Von Constantin Blaß

, 29.06.2008

Bereits um 18.30 Uhr ging vor dem Rathaus gar nichts mehr. Die Organisatoren meldeten „ausverkauft“. Die sechs Tore in die Arena Friedensplatz wurden geschlossen. Vorzeitig. Ca. 1000 Fans mussten kurzfristig ausweichen. In die ebenfalls gut gefüllte Westfalenhalle oder in Kneipen im Zentrum der Innenstadt.

Ein paar Pfiffige, die trotzdem Friedensplatz-Flair genießen wollten, wählten die unkonventionelle Variante: Sie setzten sich auf den unteren Fenstersims an der Berswordthalle, schauten von dort den Geschehnisse auf der Riesenleinwand zu.

Mit dabei auch Marcel. Er ist extra aus Bochum angereist. „Weil die Stimmung hier so gut ist“, sagt er. Gut ist sie tatsächlich. Eigentlich sogar viel besser als gut. Allerdings nur bis zur 33. Minute. Philipp Lahm lässt sich von Fernando Torres düpieren. Und es steht 1:0 für Spanien. „Ich hab doch gesagt, Spanien gewinnt“, ruft Björn in die Runde. Er erntet Kopfschütteln. Den Fans auf dem Friedensplatz ist der Rückstand egal. Erstmal. Sie singen weiter: „Deutschland, Deutschland…!“ Bis zur Pause.

Nach einer Stunde fassen sich Fans ein Herz

Danach ist die Stimmung angespannt. Die Angst vor einer möglichen Niederlage lähmt. Die deutschen Kicker und auch die Fans in Dortmund. Erst nach einer Stunde fassen sie sich erneut ein Herz. „Jetzt geht’s los“, skandieren sie. Zuvor war Ballack mit einem Distanzschuss knapp gescheitert.

Die 82. Minute: Tausende schlagen die Hände über dem Kopf zusammen. Spanien hat schon wieder eine Großchance vermasselt. Massel für die Deutschen. Gott sei Dank. Aber es hilft nichts. Deutschland verliert mit 0:1. Applaus auf dem Friedensplatz gab’s trotzdem Richtung Wien.

Allerdings auch viel Trauer und Frust über den verpassten Titelgewinn. Ganz anders die wenigen Spanier, die auf dem Friedensplatz das Kommando übernahmen. Sie schunkelten, jubelten und skandierten immer wieder den Namen des Sieg-Torschützen: Fernando Torres. Anschließend ging's auf den Dortmunder Wall - zum Autokorso.

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