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Fußball-Idol öffnet Türen

Júlio César forciert Schüleraustausch mit der Europaschule

22.05.2007

In der Europaschule stellte er gestern sein Projekt «Futsol» vor, das jungen Kickertalenten Türen öffnen soll, die bislang nicht vom Leben geküsst sind. Im Rahmen des Schüleraustauschprogramms «Metro Alemanha» für sportlich interessierte Kinder und Jugendliche möchte der selbst aus bescheidenen Verhältnissen stammende Fußballstar Kinder aus sozial schwachen Familien in der brasilianischen Großstadt Campinas im Bundesstaat Sao Paulo fördern. Mehr als 400 Kinder, die auf staubigen Plätzen bolzen, träumen von einer Karriere auf grünem Stadionrasen. Für sie ist Fußball ein Synonym für sozialen Aufstieg, Júlio César eines ihrer großen Vorbilder. In der Europaschule fand César, der oft nach Deutschland und immer wieder gerne nach Dortmund kommt und diesmal bis zum Freundschaftsspiel Brasilien - Türkei bleiben möchte, einen willigen Kooperationspartner. «Das Wichtigste ist der kulturelle Austausch», betont Júlio César. Das Fußballidol investiert viel Zeit und Herz in sein Solidaritätsprojekt und möchte einst ein eigenes Zentrum in Deutschland aufbauen, das Austauschaufenthalte koordiniert. Partner für den Austausch mit der Europaschule ist Metrocamp, eine Privat-Universität in Campinas. Bereits im August 2008 sollen die ersten Schüler aus Brasilien für ein halbes Jahr nach Dortmund kommen. Wer die Chance erhält, muss bereits ab diesem Sommer ein Jahr lang Deutsch büffeln. Gleiches gilt später für die Europaschüler, die 2009 zum Gegenbesuch gen Südamerika starten dürfen. Sie müssen Portugiesisch lernen. Ellen Sichelschmidt ist in keiner Hinsicht bange. «Ich spiel', glaub' ich, ziemlich gut Fußball», gibt sich die 15-Jährige selbstbewusst. Und da sie bereits Spanisch spricht, bescheinigte ihr César beste Voraussetzungen, seine Muttersprache zu lernen. Fußball ist zwar eine «Weltsprache», aber auch da gibt es je nach Landessprache feine Unterschiede. Ein schlechter Spieler wird von deutschen Fans als «Flasche» tituliert, weiß César. «In Brasilien wird er Holzbein genannt.» Steffi Tenhaven

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