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Genuss für die Ohren

Wischlingen Voll besetzt war die kleine Kapelle im Revierpark Wischlingen, als dort "Kammermusik des Barock", gespielt vom Ensemble für Alte Musik der Musikschule Dortmund, auf dem Programm stand.

22.06.2008

Trotz anhaltender Regenschauer hatten zahlreiche Klassikfans den Weg zur mittelalterlichen Fachwerkkapelle gefunden und rückten in geradezu familiärer Atmosphäre auf den engen Kir-chenbänken zusammen.

Und was den Besuchern dort im Rahmen der Wischlinger Kammerkonzerte präsentiert wurde, lohnte die ungemütliche Anreise allemal. "Con Allegria", was soviel bedeutet wie "mit Freude", machten ihrem Namen alle Ehre und entführten ihre Zuhörer in die barocke Klangwelt von Bach, Vivaldi oder Fontana. Zu Beginn beeindruckten die Instrumentalisten in der Sonate G-Dur von J. Ch. Schickhardt für zwei Altblockflöten, Oboe und Cembalo mit absoluter Beherrschung ihrer Instrumente. Auch in der "Sonata Terza" von Giovanni Battista Fontana meisterte Gerda Hellwig virtuos den Cembalopart.

Perfekte Harmonie

Bei Joseph B. de Boismortiers "Sonata e-moll" kam die nicht oft anzutreffende Voice Flute zum Einsatz. Gleich in zweifacher Ausführung ergaben die in D gestimmten Blockflöten ein perfektes Zusammenspiel.

Den krönenden Abschluss vor der Pause bildete die Arie "Ihr fliegenden Sänger" von Reinhard Keiser. Sechs Blockflöten und obligates Cembalo verzauberten im musikalischen Miteinander das Publikum. Die Sopranistin Andrea Löbau gestaltete hierbei brillant den Gesangspart.

"Ein geeigneteres Ambiente kann es gar nicht geben", begeisterte sich Zuhörer Klaus Husmann, "Kammermusik benötigt für die Akustik und Optik solch einen intimen Rahmen". Und so ging es nach einer überraschend sonnigen Pause weiter mit Vivaldis "La Follia" - wieder ein souverän gemeisterter Genuss für die Ohren.

Johanna Behrendt

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