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Geplantes Heim sorgt in Kley für Kontroverse

04.06.2008

Geplantes Heim sorgt in Kley für Kontroverse

<p>So soll das geplante Wohnheim aussehen. Entwurf: Bethel</p>

Kley Protest und Ablehnung auf der einen, Zustimmung und Verständnis auf der anderen Seite: Die unterschiedlichsten Reaktionen hat unser Bericht über den geplanten Bau eines Wohnheims für psychisch Kranke in der Kleyer Echeloh-Siedlung ausgelöst. Sogar Unterschriftenlisten gegen die Einrichtung der Bodelschwinghschen Anstalten Bethel wurden bereits in örtlichen Geschäften ausgelegt.

Entsetzt über die "öffentliche Kampagne" in Kley ist Frank Schmidt-Kamann, Leiter der Dortmunder Max-Wittmann-Schule für Geistigbehinderte und seit 16 Jahren wohnhaft im Lachterweg. "Diese Menschen haben ein Recht, hier in Kley zu wohnen", bezog der Sonderpädagoge gestern eindeutig Stellung. Berufsbedingt habe er immer wieder die Erfahrung machen müssen, dass Behinderte auf Ablehnung stoßen. "Für unsere Jugendlichen ist es immer schwierig, einen Ort zu finden, an dem sie willkommen sind", bedauerte Schmidt-Kamann im Telefonat mit den Ruhr Nachrichten. Auch andere Leser stellten sich eindeutig auf die Seite der psychisch Kranken: Sie dürften nicht ausgegrenzt und in geschlossene Anstalten abgeschoben werden.

Kindergarten-Nähe

Die Bedenkenträger kritisieren u.a. den Standort in unmittelbarer Nachbarschaft eines Kindergartens (Kleyer Schlümpfe). Darüber hinaus sind sie wütend, dass weder die ev. Kirchengemeinde noch die Politik mit offenen Karten gespielt hätte. Dön

Voraussichtlich schon in der kommenden Woche wird Bethel auf einer öffentlichen Veranstaltung über das geplante Wohnheim und seine Bewohner informieren.

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