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"Ich morde einfach gerne"

07.02.2008

Es gibt Krimigeschichten, deren Ende muss man einfach verratenm, zumal vor dem Lokal-Derby Dortmund-Schalke. Die Dortmunder Autorin Heike Wulf brachte jüngst einen Schalker "um die Ecke" - jawohl!

"Äpfel und Rasierschaum" heißt ihr unterhaltsamer Beitrag zu dem Buch "Mörderischer Fußball", das 20 Krimistorys rund um das verehrte Leder enthält. Und da passieren Dinge, die oft nur auf dem Papier passieren. "In der 90. Minute verwandelte Alex Frei den Strafstoß souverän und der Jubel kannte keine Grenzen. 4:1 - das hatte es schon lange nicht mehr gegeben." Die 41-jährige Redaktionsassistentin beim Westdeutschen Rundfunk, die als BVB-Dauerkartenbesitzerin regelmäßig auf der Südtribüne mit den Schwarz-Gelben fiebert, schreibt sich skrupellos in die Herzen der Dortmunder Fußball-Fans. Wulf: "Alles dreht sich um die Atmosphäre beim Heimspiel gegen Schalke." Und wenn man mal von dem fiktiven Erfolg der Borussen auf dem Rasen absieht, ist es ein Krimi mit hohem Wiedererkennungswert. "Auch das aus dem Stadion verschwundene Banner kommt bei mir vor." 15 Seiten Spannung pur, und wahrlich keine blutleere Lektüre.

"Ich morde einfach gerne", gesteht die symphatische Autorin und begeisterter Agatha-Christie-Fan, die besonders gerne mit der Autorengruppe UndPunkt schreibt und bereits 2006 mit dem Buch "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" auf sich aufmerksam machte. Ten

"Mörderischer Fußball", Romantruhe, TB, 248 Seiten, 13,95 Euro.