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«Jedem Kind ein Instrument»

Startschuss im Sommer an 12 Grundschulen

17.05.2007

Ganz neue Töne in den Klassenzimmern: An zwölf Grundschulen startet nach den Sommerferien in Dortmund das Projekt «Jedem Kind ein Instrument». Dann werden in den Klassenzimmern der i-Männchen nicht nur erste Buchstaben und Zahlen gelernt, sondern hier werden Gitarren- und Geigenseiten gezupft, Flöten, Oboen und Klarinetten geblasen. Ausdrücklich alles ausprobieren sollen die Sechsjährigen, unter Anleitung einer Lehrkraft der Schule und einer der Musikschule. Am Ende des ersten Schuljahres sollen sie soweit sein, dass sie sich für ein Instrument entscheiden können: Zwei Lieblingsinstrumente sollen die Siebenjährigen dann benennen und eines, das «sie auf gar keinen Fall spielen möchten». Im zweiten Jahr beginnt dann der Instrumentalunterricht am Wunschinstrument. Ab dem dritten Jahr soll es an jeder der beteiligten Grundschulen ein Ensemble geben. In den Genuss, die Premiere in Dortmund in diesem Sommer mitfeiern zu können, kommen diese Grundschulen: Graf Konrad (Eving), Schopenhauer (Nette), Roncalli (Husen), Hellweg (Brackel), Aplerbecker, Lieberfeld (Wellinghofen), Berswordt (Körne), Winfried (östl. Innenstadt), Harkort (Hombruch), Funke (Dorstfeld), Urbanus (Huckarde), und Peter Vischer (westl. Innenstadt). Christine Hartmann-Hilter, die bei der Musikschule das Projekt mit viel Begeisterung koordiniert, hofft auf die Finanzierung für drei weitere Schulen: Hoffnung machen dürfen sich noch die Diesterweg-Grundschule (nördl. Innenstadt), Weingarten-Schule (Hörde) und die Holte Schule (Lütgendortmund). Natürlich kostet das Angebot Geld: 50 Millionen Euro beträgt das Budget für ganz NRW. Die Initiative ist ein Projekt des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kulturstiftung des Bundes und der Zukunftsstiftung Bildung unter Beteiligung der Kommunen und privater Förderer. Trotz des großen Topfes müssen auch die Eltern zahlen: im ersten Jahr max. 10 pro Monat, im zweiten 20 im dritten und vierten höchstens 35 Euro. Kinder von Alg-II-Empfängern und Sozialhilfeempfängern müssen nichts zahlen. Es gibt auch Stipendien. Im Schuljahr 2008/2009 sollen die 12 bzw. 15 Grundschulen Verstärkungen bekommen. Wenn alles rund läuft, soll die Zahl der Teilnehmer mit jedem Jahr verdoppelt werden, so die Planungen. blf

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