Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Keine Ryanair-Flieger am Flughafen

DORTMUND Michael O'Leary, Chef des Billigfliegers Ryanair, hat ein Engagement am Dortmunder Flughafen ausgeschlossen. "Das kommt nicht in Frage", sagte er bei einem Pressetermin in Düsseldorf. Zugleich mutmaßte er, warum easyJet zum Winter bei der "Startbahn Ruhrgebiet" 50 Prozent aller Flüge streicht.

von Von Uwe Becker

, 18.06.2008
Keine Ryanair-Flieger am Flughafen

Ryanair-Chef Michael O‘Leary ist immer für einen Spaß zu haben. Hier posiert er mit dem Modell eines Flugzeugs der irischen Fluggesellschaft.

Das große Triumphgeheul war es nicht, das Ryanair-Vorstandsvorsitzender Michael O‘Leary anstimmte, als er auf easyJet und den Dortmunder Flughafen angesprochen wurde: „Wir waren alle sehr überrascht, damit konnte man so schnell eigentlich nicht rechnen“, so der 47-Jährige. Dann aber konnte der Chef des größten europäischen Billigfliegers ein wenig Genugtuung doch nicht ganz verhehlen: „Für meine Airline ist das natürlich keine schlechte Entwicklung, denn nun werden noch mehr Menschen mit uns ab Weeze fliegen“, so O‘Leary während eines Pressegesprächs in Düsseldorf.

Die Dortmunder Flughafenleitung nahm der redegewaltige irische Manager ausdrücklich in Schutz: „Diese Leute haben keine allzu großen Fehler gemacht“, bescheinigte er Kossack und Co. Seine überraschende Erklärung für die Entscheidung des easyJet-Managements: „Sie werden Flugzeuge aus Dortmund abziehen und Flüge streichen, weil sie in Mailand-Malpensa mehr Maschinen und Kapazität benötigen. Dort hat die Alitalia Strecken freigemacht, und easyJet möchte in diese Linien hineinstoßen. Sie werden sehen“, orakelte O‘Leary.

Er selbst schließt ein Engagement in Dortmund nicht aus wirtschaftlichen Gründen aus, sondern macht in erster Linie die Infrastruktur verantwortlich: „Für meine Maschinen ist die Start- und Landebahn viel zu klein. Schon allein deshalb kommt ein Engagement unserer Gesellschaft dort nicht in Frage.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt