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Keine Zeit für Phoenix-Halt

Bahn erteilt neuem Haltepunkt an Regionalbahnstrecke eine Absage / Bus-Anbindung

29.05.2007

Jahrelang wurde an einer Verkehrsanbindung des ehemaligen Hochofenwerks gebastelt, dass sich zu einem Technologiepark mit überregionaler Ausstrahlung und Freizeitangeboten mausern soll. Übrig bleibt von den hochfliegenden Plänen lediglich eine Bus-Anbindung. Denn einen Bahn-Haltepunkt wird es vorerst nicht geben - obwohl die Regionalbahnstrecke vom Hauptbahnhof über Hörde nach Unna und Schwerte direkt durchs Gelände läuft. Für einen neuen Bahn-Haltepunkt ist allerdings kein Platz. Auf dem Gelände schon, aber nicht im Fahrplan der Bahn AG, wie eine Untersuchung der DB Netz ermittelt hat. Denn die Zugfolge ist auf der Strecke so dicht, dass für einen zusätzlichen Halt keine Zeit bleibt. Anderenfalls müsste man die Zahl der Verbindungen von zehn auf sechs pro Stunden reduzieren, rechnet die Bahn vor. Zudem sei der Bahnhof Hörde nur wenige hundert Meter entfernt. Das Fazit: Ein DB-Haltepunkt auf Phoenix-West sei derzeit «bahnbetrieblich nicht zu empfehlen». Zu den Akten gelegt ist wie berichtet auch eine Stadtbahnstrecke, die als Abzweig von der Hacheney-Linie über das Gelände verlaufen könnte. «Das rechnet sich nicht», stellte Stadtdirektor Ullrich Sierau gestern mit Blick auf die Kosten-Nutzen-Analyse gestern noch einmal klar. Bekanntlich hatte vor Monaten auch der Aufsichtsrat der Stadtwerke einem weiteren Ausbau des Stadtbahn-Netzes eine Absage erteilt. Stattdessen wollen die Stadtwerke nun zwei Buslinien über das Phoenix-West-Gelände schicken, die dann alle zehn Minuten eine Anbindung an den Hörder Bahnhof versprechen. Ganz aufgeben will die Stadt den Traum vom Bahn-Halt am Zukunftsstandort allerdings doch nicht. Er bleibt als Merkposten im Flächennutzungsplan. Und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr soll bei künftigen Ausschreibungen von Strecken auf den möglichen Halt hinweisen. Vielleicht stoppt dann eines schönen Tages statt der Bahn ein privater Konkurrent auf Phoenix-West. Oli

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