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Lebensmittelprüfer entdecken Metall im Toast

Ekelerregende Funde

Ihr Blick fällt aufs Unappetitliche - die Lebensmittelkontrolleure des Dortmunder Ordnungsamt finden Ekeliges in Metzgereien, Supermärkten und Restaurants: Besonders schlimm sieht es offenbar in Dortmunder Backstuben aus.

DORTMUND

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 01.08.2012
Lebensmittelprüfer entdecken Metall im Toast

In NRW haben Lebensmittelkontrolleure bei Untersuchungen in Gastronomiebetrieben viele Mängel festgestellt.

Die Kontrolleure aus dem Ordnungsamt schauen in Bäckereien anders in die Auslagen als Kunden mit Heißhunger auf Brötchen. Von acht unsauber wirkenden Blechen, auf denen Gärpapier für Rohlinge zum Backen lag, wurde auf sieben Teigunterlagen Ekelerregendes gefunden. Eine Beanstandungsquote von 87,5 Prozent. Die Teigunterlagen waren verschimmelt, enthielten zu viele Keime, waren wiederholt benutzt worden und boten durch die feucht-heißen Bedingungen idealen Nährboden für eine mikrobiologische Besiedlung, die in Brötchen nichts zu suchen hat.

 Anja Schiek, Gruppenleiterin der Lebensmittelüberwachung, zählte 2011 insgesamt 3208 amtliche Proben, die in Supermärkten, Bäckereien, Metzgereien, Gaststätten genommen wurden, aber auch von Kosmetika (98/13 davon zu beanstanden) und anderen Bedarfsartikeln wie Spielwaren.Knapp 12 Prozent aller Proben gaben Grund zu Beanstandungen, sei es, dass Schadstoffe gefunden, Grenzwerte nicht eingehalten oder Kennzeichnungspflichten missachtet wurden.  

 200 Beschwerden von Bürgern kamen telefonisch rein, von unerlaubter Abfallentsorgung bis zu unhygienischen Zuständen in Lokalen. 21 Proben gaben Verbraucher persönlich bei den Lebensmittelüberwachern ab, darunter ein Brötchen, in dem ein Stück Hartfolie und in einem anderen Fall ein stabiler, schwarzer Bindfaden eingebacken waren. In einer Fertigpackung, einem Toast-Snack, befand sich ein flaches Metallteil, das beim Verschlucken die Speiseröhre hätte lebensgefährlich perforieren können. Und in einer Packung Wabenhonig entdeckten Kunden ein Drahtstück.

 „Kollegen nahmen aus einer Gaststätte eine Flasche Mineralwasser mit, die statt Wasser Alkohol enthielt“, so Schiek. Das Lokal in der Nordstadt habe aber keine Konzession für den Ausschank von Alkohol. Auf dem Großmarkt sammelten die Prüfer im Laufe des Jahres 199 Proben ein. Die Beanstandungsquote, z. B. aufgrund von Pestiziden im frischen Obst und Gemüse, war gering. Nur in 15 Proben fanden sich erhöhte Werte. „Wenn wir feststellen, dass die Kühlkette im Lebensmittelhandel unterbrochen ist und die Temperaturen zu hoch liegen, lassen wir sofort den gesamten Inhalt der Truhe vernichten“, sagt die Chefin der Kontrolleure.

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