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«Lesespuren» im Park

Lyrik und Botanik ganz nah beieinander

21.05.2007

«Uh, was stinkt denn hier so?» piepst die Giraffe, und der Affe johlt: «Das ist das Käferparfüm.» Im Zelt sitzen Kinder und lesen aus der Geschichte «Vom Löwen, der nicht schreiben konnte.» Aber sie lesen nicht nur, sie spielen auch: «Die Giraffe klingt hochnäsig, das Nilpferd blubbert aus der Tiefe des Wassers und der Löwe muss natürlich brüllen», gibt Susanne Wilhelmina professionelle Anweisungen, die die Kinder begeistert befolgen. Die Schauspielerin betreut zusammen mit der Lesepatin Susanne Müller die «Lesekarawane», eine von zehn Stationen bei den «Lesespuren», veranstaltet von der Stadt- und Landesbibliothek zum 100-jährigen Bestehen. «Das Gedichte schreiben bei der Flaschenpost hat mir gut gefallen, aber auch die Bücher zum Selbermachen fand ich klasse», sagt Paulina (11) und zeigt ihr geschnitztes Buchcover: Ein Linolschnitt mit einer Eule. Auch Mutter Sabine Svensson ist angetan: «Das Düfte erriechen war toll. Solche Wahrnehmungen gehen im Alltag total unter.» «Märchenhaftes im Rosengarten», «Erlebbare Geschichten in der Parkbahn», «Luftige Lyrik im Lift» oder die Flaschenpost am Flamingoteich nutzten die Möglichkeiten des Westfalenparks sinnvoll und boten unerschiedliche Herangehensweisen an die Literatur. Trotz guter Resonanz blieb die Veranstaltung recht exklusiv: «Wir hatten ja mit der Flughafenfeier eine große Konkurrenz, deswegen kamen nicht so viele wie erwartet. Aber so konnten wir wenigstens allen Besuchern ein lauschiges Plätzchen zum Schmökern bieten», resümierte Petra Grübner von der Zentralbibliothek. Bleibt die Frage: Wie macht denn nun ein Käfer Parfüm? Das muss jeder selbst nachlesen. Nur soviel sei verraten: Für manche Insekten könnte der Frühling auch Flatu-Lenz heißen. tag Die nächste Veranstaltung zum Jubiläumsjahr findet am 30. Mai, 15 Uhr, in der Zentralbibliothek statt: Eine zweisprachige Vorlesestunde mit dem Titel «Nati per leggere - zum Lesen geboren».

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